Dieses Forum nutzt Cookies
Dieses Forum verwendet Cookies, um deine Login-Informationen zu speichern, wenn du registriert bist, und deinen letzten Besuch, wenn du es nicht bist. Cookies sind kleine Textdokumente, die auf deinem Computer gespeichert sind; Die von diesem Forum gesetzten Cookies düfen nur auf dieser Website verwendet werden und stellen kein Sicherheitsrisiko dar. Cookies auf diesem Forum speichern auch die spezifischen Themen, die du gelesen hast und wann du zum letzten Mal gelesen hast. Bitte bestätige, ob du diese Cookies akzeptierst oder ablehnst.

Ein Cookie wird in deinem Browser unabhängig von der Wahl gespeichert, um zu verhindern, dass dir diese Frage erneut gestellt wird. Du kannst deine Cookie-Einstellungen jederzeit über den Link in der Fußzeile ändern.


Bleeding Sun
01.10.1016 - 16:30
Strand und Straßen von King's Portal

In need of a Quest?
Aurelia Marsili
Königsland - Admin
Alter 23
Beruf Wirtstochter, Sängerin, Informationshändlerin
Wohnort Castandor, King's Portal
Stand Ledig
User Letha
#11
Zunächst waren sie also Händler und Kunde. Oh, wie unverschämt dieser Mann doch seine Spielchen spiele. Und wie unverschämt leicht er es schaffte, Aurelias Aufmerksamkeit zu halten, obwohl sie ihn eigentlich schon als frechen, schamlosen Mann abgestempelt hatte. Nichtmal seinen Namen hatte er ihr verraten, was unter anderen Umständen das Grundgerüst des Gesprächs geschaffen hatte. Wie sollte sie dann überhaupt einem Wort glauben, das aus diesem verfluchten, intelligenten Mund kam? Und warum musste in seinen Augen mehr Scharfsinn ruhen, als ihr lieb war? Warum trieb ihr sein Kommentar über die Perlensammlung, die er sehen wollte, die Röte in die Wangen, was sie nur mit schnippischen Antworten überdenken konnte? Verflucht war dieser falsche Händler mit seiner goldenen Zunge. Leider gefiel Aurelia die Art, wie er sie von der Seite ansah und mit ihr redete, ein wenig zu gut. Sie würde trotzdem lieber Heofaders Füße küssen, als sich — und ihm — das zuzugestehen.
„Perlen, statt Kleidung tauschen zu müssen. Ah.“
Die Wirtstochter konnte nicht ganz umhin, einen Seitenblick zu dem Händler zu werfen und den offenen, mit Ornamenten verzierten Mantel genauer zu betrachten. Viele Männer hier in Castandor, selbst Händler, bevorzugten einfache Hemden, oder gingen mit der Mode und trugen Schultertuniken. Ließ sie gelehrter wirken, auch wenn sie nicht das Gold hatten, an der Universität zu studieren oder Richter zu werden.
„Bei uns verliert man Kleidung eher, wenn man auf die falschen Karten setzt“
, meinte Aurelia schließlich.
„Ihr würdet Euch hervorragend bei den Spielleuten machen, wisst Ihr. Die nehmen Euch auch gerne mit weniger Kleidung.
“ Sie nahm ihn auch mit weniger Kleidung… Wenn sie ihm nur die Chance gab, ihr noch ein wenig länger Honig um den Mund zu schmieren. Oh, wie sie sich doch nur selbst dafür verfluchte.

Mittlerweile waren sie an den Marmortreppen angekommen, die direkt vom Strand in das Universitätsviertel führten. Eine Gruppe von Männern in Schultertuniken saß auf den Stufen und diskutierte, während einer von ihnen mit einem Stock Kreise in den Sand zeichnete. Das war kein seltener Anblick hier, Gelehrte, welche sich die Welt erklärten. Aurelia schlüpfte auf den Stufen in ihre Sandalen, nachdem sie sich den Sand grob von den Fußsohlen gewischt hatte. Ihr Rock war vom Wind bereits wieder so trocken, dass er nicht mehr an ihren Beinen klebte, als sie die wenigen Stufen nach oben nahm.
„Man merkt Euch eure Heimat an. Der Akzent, die Haut. Ihr riecht auch so, wie ich mir Matariyyaner vorstelle, die nicht ein paar Tage auf dem Schiff vegetiert haben.“
Was sagte das über sie aus, dass ihr das aufgefallen war? Immerhin hielt sie ihren Blick stur auf der staubigen Straße vor sich, die sich langsam für Pferde und Wagen öffnete. Weg von der Strandpromenade kreuzten mehr Menschen ihren Weg, die sich nicht nur mit Philosophie und Vergnügen beschäftigten, sondern ihren täglichen Geschäften nachgingen. Der Markt schien langsam zu schließen, weshalb viele Bürger ihre Waren auf Karren und Esel verluden. Viele von ihnen lebten am Rande der Stadt, wusste Aurelia. Die großen weißen Gebäude, welche die Strandpromenade rahmten, waren den Gelehrten und Administratoren vorbehalten.
„Und? Passe ich Eurer Meinung nach hierhin?“
, fragte sie in leicht spöttischem Unterton, sich unterschwellig über seine Frage lustig machend. Ihr Blick verriet allerdings tatsächliches Interesse. Wenn ein Fremder ihr sagte, dass sie woanders besser aufgehoben wäre, bestätigte das nicht ihr Gefühl, dass sie hier raus musste? …doch wohin?
„Wo müsst Ihr eigentlich hin? Oder wollt ihr mich bis nach Hause verfolgen?“
Neues Inplayzitat
Inplayzitat hinzufügen
Zitat
Folgendes Zitat wird als denkwürdiger Inplay-Moment eingetragen.
 
Zitieren
Sommerland
Nadir ben Sahid
Sommerland
Alter 44
Beruf Prinz von Matariyya
Wohnort Dharan al-Bahr
Stand Verheiratet
User Pat
#12
Nadirs nicht kleiner Erfolg bei Frauen war wohl auch dem geschuldet, dass er sich seiner dennoch nie vollends sicher war. Nein, er ging nicht in das Gespräch und war sich sicher, dass er die Dame mit Leichtigkeit um den Finger wickeln konnte. Er war sich vollends sicher und bewusst, dass er auch ... "scheitern" konnte. Dennoch blieb am Ende ein Gespräch, das hier und da Nuancen von dem bot, was sein könnte - ganz unabhängig davon, wie es ausging. Zugleich hätte sie ihn wohl längst abgewürgt, wäre da nicht ein Interesse vorhanden. Ähnliches galt für ihn: Die beiden neckten sich zwar, aber sie fanden den anderen auch interessant - etwas, was durchaus von Vorteil war. Und den - wenngleich subtilen - Blicken zu urteilen, ging Nadir doch davon aus, dass sie immer mal wieder hinsah und ihn begutachtete, was er - ebenso subtil - nur zurück gab. Dass der Körper ihm zugleich gefiel, das war ihm und seinen Blicken wohl ebenfalls zu entnehmen. Und dass sie gerade nicht die gehorsame, anbiedernde Dame war, mit denen er als Prinz oft leben musste, bot ungeheure Neugier darüber, dass sie in vielen Belangen eine interessante Frau sein musste.

Insofern genoss er den kurzen Moment, in dem sie die - vergleichsweise - knappe Kleidung des Mannes begutachtete. Klar, sie war vollends angemessen und für das Volk hier doch zu freizügig. Zugleich sollte kein Mann oder Frau hier behaupten, dass das etwas schlechtes war. Sie zogen einander an, dass Freizügigkeit schlecht war - doch würde sich einer bei der Frau beschweren, wenn sie mehr oder zu viel trug? Wahrscheinlich nur jene neidischen Leute, die nicht in den Genuss kamen.
"Perlen eignen sich nicht so gut als Kleidungsersatz, fürchte ich."
, entgegnete er mit einem verschmitzten Lächeln und kam nicht umhin, sich dies vorzustellen - für ihn und für sie.
Es wäre wohl leichter, in ihren Kopf zu blicken, um bewusster auf das zu reagieren, was sie sagte. So oder so bot sie ihm auch immer wieder die ein oder andere Möglichkeit, anzuknüpfen. Dabei riskierte er zwar, aber das war es wert:
"Oh, ich fürchte, dass ich mit den Regeln hier nicht so vertraut bin. Und ich bin kein Glückspilz."
, entgegnete Nadir nachdenklich.
"Womöglich wäre das für mich nur ein kurzes Spiel."
Den Rest überließ er ihrer Fantasie, die schmutziger war als zugegeben und sich doch stets selbst abbremste.
"Ihr spielt nicht zufälligerweise gerne Karten?"
Vielleicht konnte er sie damit ja geschickt herausfordern.

Er konnte nicht verneinen, dass dies ein imposanter Anblick war. Mataryya bot auch imposante Gebäude und Anblicke, sie waren aber anders. Für einen Moment stand nicht mehr die junge Frau in seinem Fokus, sondern die Gebäude und all die Gelehrten. Zugegeben: Er war nicht das erste Mal hier, aber er war doch stets fasziniert vom Anblick. Und: Er sollte zumindest seine Fassade aufrechterhalten, dass er nicht der Prinz war, der regelmäßig in die Stadt kam - sondern der Händler für ... ja, wofür eigentlich? Sein Blick wanderte zu ihr zurück - als sie die Sandalen anzog und ihm dabei der mittlerweile trockene Rock auffiel (- nun gut, womöglich fiel ihm dies durch subtile Blicke, in denen er hinter ihr war, bereits vorher auf).
Nadir kam nicht umhin, auf ihre Bemerkung breit zu lächeln.
"Ist das etwa ein Kompliment?"
, fragte er dabei humorvoll direkt, denn so klang es jedenfalls. Und ihn interessierte doch, wonach Matariyya roch. Lavendel? Minze? Gewürze? Auch sie roch wohltuend, was nicht zwangsläufig immer garantiert war. Die angenehme Duftnote flog ihm dabei stets entgegen, wie sie - verdeckt mit schnippischer und provokanter Art - vor ihm her spazierte.

Die Frage der Fragen stand im Raum. Die Dame, dessen Name er auch nicht kannte, wirkte zwar spöttisch und doch unfassbar interessiert - so interessiert, dass er nicht darauf antworten wollte - noch nicht. Vielmehr stellte er nach einem Moment des Nachdenkens ein Angebot in den Raum.
"Hm. Ich hätte eine Vermutung. Wenn Ihr jedoch eine fundierte Antwort wollt, brauche ich noch etwas mehr Zeit."
Den Abend womöglich, im Idealfall die Nacht. Lustigerweise war die Liebeskunst kein unwichtiges Thema, wenn es um Herkünfte ging, so konnte er es aber wohl kaum formulieren.
Es war wohl ein Wendepunkt erreicht, an dem Nadir und Aurelia quasi voreinander standen. Er war wohl der letzte Mann, der Frauen bedrängte - vielmehr folgte er einer nonverbalen Einladung und es galt jetzt zu entscheiden, wie weit sich diese Einladung noch zog.
"Oh, ausnahmsweise habe ich heute kein Ziel, also folge ich Euch auch bis nach Hause, wenn ihr mich dazu einlädt. Oder wo auch immer Ihr mich hinführt, ich bin ja quasi ein Fremder in der Stadt."
, sprach der Matariyyaner charmant und höflich.
"Gewiss verabschiede ich mich aber auch höflich, wenn Ihr dies wünscht."
[Bild: Pedro-Pascal-Signatur.png]
Neues Inplayzitat
Inplayzitat hinzufügen
Zitat
Folgendes Zitat wird als denkwürdiger Inplay-Moment eingetragen.
 
Zitieren
In need of a Quest?
Aurelia Marsili
Königsland - Admin
Alter 23
Beruf Wirtstochter, Sängerin, Informationshändlerin
Wohnort Castandor, King's Portal
Stand Ledig
User Letha
#13
Sie gab ihm zu viele Aufhänger, oder? Zu viel Raum, um seinen Charme spielen zu lassen, wie er mal um mal bewies und Aurelias Gedanken mit Bildern speiste, die anderen Frauen die Farbe ins Gesicht hätten steigen lassen. Vielleicht wollte sie auch genau das - von ihm herausgefordert, gereizt zu werden, weil sie wusste, dass es sich eigentlich nicht gehörte. Er war ein Fremder, hatte ihr nicht einmal seinen Namen verraten oder nach ihrem gefragt. Sein Auftreten schrie nach Fremde, und doch stand sie hier und stellte sich vor, wie sein Blick an ihrem Körper hinunter wandern würde, wäre sie nur in Perlenketten gekleidet. Mehr als ein Schnaufen erntete er nicht von ihr, weil sie ein wenig ihren Biss verloren hatte. Verdammter Charme und alles, was in Begleiterscheinung kam.

“Ich gewinne gerne”
, gab Aurelia zu und warf dem Mann hinter sich einen längeren Blick zu. Nein, sie amüsierte sich nicht über das Bild, das er angedeutet hatte, er halbnackt in einer Gruppe von lauten, grölenden Seemännern, die alle kein Kupfer mehr im Geldbeutel hatten und deswegen um ihre Kleidung buhlen mussten. Der kompetitive Ansatz hingegen, das Ich würde dich gerne verlieren sehen, funkelte dunkel hinter ihren braunen Augen.
“Und ich bin gut in Kartenspielen. Gegen mich werdet Ihr nur leiden.”
Weil sie sich vielleicht gerade dazu entschieden hatte, ihn lange im Spiel zu behalten, sollte er wirklich so schlecht sein wie behauptet. Glück in der Liebe also…?

Was hatte er nur an sich, dass sie ihren Abend schon mit ihm im Bilde sah, wie er in der Taverne auf sie wartete und sie sich dann davon stahlen. Sie war an den Strand gekommen, um Zeit für sich zu haben, nicht um Männer kennenzulernen, die nach einem Fehler schrien. Sie konnte ihn ja wohl kaum mit nach Hause nehmen, wo ihre Mutter ihren Schuh nach ihr schmeißen würde. Sicher konnte sie ihn nicht hoch auf ihr Zimmer schmuggeln unter den Argusaugen ihrer Schwester, der sie keine Rede und Antwort schuldig sein wollte. Fakt war, dass sie nicht mehr lange hatte, bis sie die Weinkrüge in die Hand nehmen und die Kundschaft in der Familientaverne bedienen musste. Fragte sie ihn deswegen, ob er die Absicht hatte, sie zu begleiten, als würde sie nur darauf warten, dass sich ihre Wege wieder trennten? Nein, sie wollte, dass er blieb. Mindestens die Antwort auf ihre Frage, die er so vage nach hinten verschob, war er ihr nun schuldig.
Aurelia verlangsamte ihren Schritt und ließ sich Zeit mit der Antwort, aber es wäre gelogen, wenn sie wirklich ihre Möglichkeiten abwägte, geschweige denn rational entschied. “
Also keine Termine? Kein Abendessen, zu dem Ihr eingeladen seid? Sicher habt Ihr wichtige Geschäfte in der Stadt zu erledigen”
, zweifelte sie seine Worte an und beobachtete aus den Augenwinkeln, wie er reagierte. Es kam ihr wahrlich unwahrscheinlich vor, dass er derartig viel freie Zeit hatte, um einer Frau nachzustellen - dann wiederum schmeichelte es einen Teil von ihr, der die Aufmerksamkeit gerne hatte wie eine Katze, die Wärme suchte.
Verflucht sei das Familiengeschäft, sie hätte ihn gerne in der Stadt herumgeführt und mit ihm Karten gespielt, wie er es angedeutet hatte. Eventuell hätte sie sogar absichtlich verloren, bis nur noch eine Perlenkette einen mickrig geringen Anteil ihrer Haut verdecken würde. Aber Aurelia war keine Händlerin, die sich ihre Arbeitszeiten scheinbar aussuchen durfte - er musste ein reicher Händler sein, wenn er sich derartige Freiheiten erlauben konnte -, sondern nur eine Tochter mit Verpflichtungen.
Den Blick nach vorne gerichtet, vorbei an einem Esel mit Schriftrollen auf dem Rücken, antwortete sie schließlich:
“Ich fange gleich bei meinem Vater in der Taverne an. Ihr könnt mich bis zum Hafen begleiten, wenn Ihr wollt.”
Wirklich glücklich wirkte sie nicht, aber die Einladung blieb aus. Sie würde ihn sicher nicht davon abhalten, ihr in die Taverne zu folgen, aber sie wollte ihn sicher auch nicht aktiv dort haben, wo er unerwünschte Anforderungen an sie stellen konnte. Wenn sie arbeitete, dann würde sie sich nicht um ihn kümmern, und sicher wollte sie nicht, dass er die ganze Nacht auf sie wartete. Oder wollte sie es doch? Es hatte schon Situationen gegeben, in denen Stammgäste aufdringliche Männer aus der Taverne geworfen hatten, und Aurelia hatte nicht vor, das zu wiederholen. Nur weil sie sich zehn Minuten lang kannten, war sie doch nicht dumm genug, zu behaupten, sie kannte ihn. Wer sich nicht einmal mit dem eigenen Namen vorstellte, hatte mehr zu verbergen als nur eine potentiell aggressive Ader, wenn er zu tief ins Glas schaute.
Neues Inplayzitat
Inplayzitat hinzufügen
Zitat
Folgendes Zitat wird als denkwürdiger Inplay-Moment eingetragen.
 
Zitieren
Sommerland
Nadir ben Sahid
Sommerland
Alter 44
Beruf Prinz von Matariyya
Wohnort Dharan al-Bahr
Stand Verheiratet
User Pat
#14
Natürlich erkannte der Prinz, dass alles, was er sagte, wirkte. Sie reagierte zwar mit allen Facetten - insbesondere mit Gereiztheit und verdrehten Augen - doch das war mehr Schein als Sein. Eigentlich zogen sie einander immer mal wieder aus - mit Worten und Bildern und Vorstellungen. Was für Nadir normal war, mochte für die Dame, die gewiss nicht so unschuldig war, wie sie tat, kontroverser sein. Doch die Fremdheit, die sie anfangs noch ablehnte, war etwas, das sie anzog - zumindest versuchte sie nicht all zu sehr, seinem Charme zu entkommen. Und so blieb wohl das Bild, die schöne Frau in Perlenketten gekleidet zu sehen - nur in Perlenketten.

Und doch durchzogen sich die Motive im gesamten Gespräch. Eben - und immer wieder - über Perlen gesprochen, sprachen sie nun über Kartenspiele und darüber, ihre Kleidung zu verlieren. Nadir lächelte sanft. Wie ehrlich er in all dem nun war, war ja eine Sache. Er konnte sich wohl kaum von dem Gedanken befreien, dass er sie gerne um ihre Kleider bringen würde.
"Nun, dann müsst Ihr wohl viele Hoffnungen zerschlagen haben."
, witzelte er. Und doch zeigte sie offensichtlich, dass sie nichts dagegen hätte, ihn bei einem Kartenspiel zu entkleiden - er machte das ja bereits deutlich.
"Nun, womöglich würde ich dann einmal sämtliche Götter anrufen, mir etwas Glück zu spenden ..."
, sagte Nadir und blieb herausfordernd. Ehrlicherweise hätte er nichts dagegen, nackt vor ihr zu stehen - genauso wenig aber, sie nackt vor sich zu haben. Wenn es klug genug lief, blieb am Ende bei beiden nur ein letztes Kleidungsstück.

Was wohl gewiss offensichtlich war, war, dass er seine Entscheidung längst fiel: Er wollte sie. Nadir konnte nicht sagen, ob sie das auch wollte - ihren Blicken und Worten nach zu urteilen ja, zugleich bemühte sie sich sehr darum, dass er das nicht das Gefühl bekommen wollte. Es wäre wohl hierzulande auch nicht die beste Geschichte, davon zu erzählen, dass man sich einem Fremden, den man am Strand traf, etwas zu sehr öffnete. Manche Begegnungen allerdings sollten wohl auch einfach schweigend genossen werden.
Ob Flucht oder Pflicht - das wusste er nicht. Jedenfalls erkundigte sie sich irgendwann, ob er denn etwas zu tun hätte - anfangs jedoch deutete er es als Versuch, mehr über ihn herausfinden zu wollen. Nadir könnte alles erzählen, doch er wollte vage bleiben, wollte ... mysteriös bleiben.
"Nun, Beschäftigung finde ich gewiss. Doch welcher Termin konnte interessanter sein, als ein Gespräch mit einer schönen und klugen Frau?"
, fragte er charmant und meinte es so. Schönheit war das eine, doch sie bewies viel Scharfsinn - etwas, das man gelegentlich beim einfachen Volk unterschätzte und doch allzu häufig dort fand. Sie mussten immerhin überleben, während der Adel allzu oft alles serviert bekam - wortwörtlich. Er schätzte die Direktheit, die eine junge Frau wie sie lieferte.

Dass sie jedoch sogleich deutlich machte, dass ihr gemeinsamer Spaziergang sich langsam dem Ende zuneigte, wirkte er fast enttäuscht - auf eine warme Art und Weise. Immerhin war das Gespräch anregend genug, dass er es gerne fortsetzte - auf welche unzählige Arten und Weisen auch immer, dafür war er offen. Nadir schaute sie einmal gänzlich musternd an. Er wartete darauf, dass sie sagte, dass er eben auf sie verzichten müsste - doch das zeigte wohl nur, dass er am Ende nicht ganz so viel vom einfachen Volk verstand, wie er gerne behauptete (oder zumindest hoffte, dass sie rebellisch genug war).
"Gewiss begleite ich die fleißige Schankmaid noch bis zum Hafen!"
, sprach er sofort bestätigend und machte sich auf - doch damit wollte er sie nicht entkommen lassen.
"Ich würde eine junge Frau natürlich nie darum bitten, sich den Anweisungen Ihres Vaters zu widersetzen."
Ein kleines Lächeln kam auf die Lippen des Prinzen.
"... außer, sie wünscht es ausdrücklich."
Charmant spazierte er neben ihr, machte sich klar, dass er geschätzt ebenso ihr Vater sein konnte und wusste, dass ihn dies von nichts abhielt.
"Wahrscheinlich wäre es wohl auch zu auffällig, wenn ich nun bis zum Abend hin in Eurer Taverne auf die werte Schankmaid warte."
, erklärte er - und drehte sich dann zu ihr.
"... doch es spricht wohl nichts dagegen, nach Eurem Feierabend bei Wein und einem Kartenspiel herauszufinden, wer der bessere Kartenspieler ist?"
Sicher war das ein riskantes Angebot - aber womöglich das sicherste.
[Bild: Pedro-Pascal-Signatur.png]
Neues Inplayzitat
Inplayzitat hinzufügen
Zitat
Folgendes Zitat wird als denkwürdiger Inplay-Moment eingetragen.
 
Zitieren


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste