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The Door between Worlds
02.11.1016 - 18:00
Rabias Haus im Labyrinth der Hauptstadt
Trigger: Erwähnung von Tod und Mord

Amra Aswad
Devan Naharis
Sommerland - Admin
Alter 31
Beruf Assassine
Wohnort Dharan al-Bahr, Matariyya
Stand Ledig
User Letha
#1
Change is Scary, but Change is also
Growth

Obwohl das Haus sich direkt in die Gasse hinter einem der zahlreichen Basare der Hauptstadt einreihte, störte der Lärm kaum die ruhigen, schattigen Räumlichkeiten, in denen sich die Insassen überwiegend aufhielten. Ein Streit zwischen Mutter und Kind wehte über den Innenhof, der dank des Baldachins in ein rotbraunes Licht getaucht war. Manchmal schien es fast so, als würde Zeit und Momentum hier stehen bleiben; als würde sich dieses eine, einfache Lehmhaus in den Wirren des Lebens nicht bewegen und um die Belange der Welt kümmern. In einem einfallenden Sonnenstrahl durch das ladenlose Fenster schwebte der Staub schwerelos durch die Luft, fast in völligem Stillstand, wenn es keinen Anlass gab, sich zu bewegen. Denn Staub war immer noch Staub, auch wenn die Welt um ihn herum an Chaos zerbrach. Staub würde immer Staub sein, schwerelos, um jeden Wind wirbelnd ungeachtet des Zustandes seines Umfeldes. Eine Konstante, ein Bestandteil ihres Lebens so unbedeutend, dass er nie genug sein würde, um das Gleichgewicht der Welt zu beeinflussen wie die, die den Wind verursachten. Es reichte ihm, zu existieren und sich in den Haaren der Menschen festzusetzen, die unbedingt etwas bewegen wollten.
“Ich will dich nicht länger beanspruchen.” Die sanft geschwungenen Lippen der Frau bewegten sich in einem Kontinuum, das die Stille des Hauses nicht durchbrach, sondern mit ihr schwamm. Gedrückt durch die schwere, warme Luft ihres Landes erreichten die Worte ihn langsam, träge, und doch unmissverständlich in ihrer Absicht. “Ruh dich aus. Du hast noch viel Arbeit vor dir, und wir brauchen dich in bester Gesundheit.” Er kannte sie. Er wusste, dass ihre Worte stets so gewählt waren, dass sie sanfte Versprechen trugen und einen Mann einem Tuch hinterherjagen ließen, das sie hinter sich herzog. Heute klang ihre Stimme heiterer, stolz fast, während über den offenen Innenhof ein Marktsprecher die Worte an eine verstummte Bevölkerung richtete. Deswegen wusste er auch, dass Safiyas Augen nie so ruhten, wie ihre Stimme es versprach. Obwohl sie ihm Ruhe versprach, schnitt ihr Glanz unruhig und wild, wagemutig, verzweifelt durch den Raum und wirbelte den Staub auf, der durch einen schmalen Sonnenstrahl zwischen ihnen fiel. Devan kannte niemanden, dessen Münze zwischen Wohlwollen und Rachegelüsten so schmal geschnitten war wie der ihre. Wenn er sich ihr entgegen lehnte, würde sie dann kippen?
Doch sie schenkte ihm nur ein warmes Lächeln und richtete sich neben seiner Liege, die mit Schafwolle gepolstert war, auf, richtete ihr Tuch, das ihr dickes Haar halb verdeckte, und verließ den Raum. Im Türrahmen hielt sie noch einmal inne, die Hand an dem glatt geriebenen Lehm. “Merkwürdig, oder…? Zariyah ist nur wenige Jahre jünger als ich, und doch bin ich so stolz auf sie, als wäre sie meine Tochter.” Safiyya drehte sich zu ihm und in der Schwere ihres Lächelns steckte eine Wärme, die er nie hatte nachvollziehen können; denn sie kam von etwas Tiefem, Inneren, wozu ihm der Zugang verwehrt war. “Du kannst auch stolz auf sie sein. Sie hat dein Leben gerettet.”

Und das war er, vermutlich. In den zwei Tagen, die er mehr in Trance als wach verbracht hatte, irgendwo zwischen tiefem, heilendem Schlaf und den vereinzelten, ausnahmslos einseitigen Gesprächen mit Besuchern, hatte er für sich festgestellt, dass er Dankbarkeit empfand. Die unausgesprochene, blinde Zusammenarbeit zwischen Assassinen, die dasselbe Ziel anvisierten, hatte ihn stärker gemacht, als er eigentlich war. Ohne Batuhan, mit dem er seine Wurzeln teilte, und Zariyah, die seine Lehren verwirklicht hatte, hätte er vermutlich keinen Fuß mehr aus dem Palast gesetzt, geschweige denn ihr Ziel in die Tat umgesetzt. Devan war nicht so verblendet, um sich nicht einzugestehen, dass er alleine Ridvan nicht hätte ermorden können. Es war genauso seine Arbeit wie ihre Arbeit, und dafür war er dankbar. Es war ein Gefühl, das ihn in seinem Zimmer beschäftigte, während er das Fieber in der ersten Nacht bekämpfte und schließlich merkte, wie sein Körper langsam heilte. Ein Gefühl, das sich erst durch Träume zog und dann klarer in Gedanken zu fassen war, wenn er wach und alleine war. Etwas, das nicht verschwand, wenn er im sicheren Schatten seines Zuhauses den aufgebrachten Stimmen auf der Straße lauschte, die über den Machtumschwung spekulierten und den Namen des Königs in den Dreck zogen; auch nicht, als Rabia Neuigkeiten mit ihm teilte, die ihn nachdenklich werden ließen.

Devan bekam relativ viel Besuch dafür, dass er eigentlich das Krankenbett hüten sollte. Erst war es nur Rabia, die in der ersten Nacht an seinem Bett wachte und ihm den fiebrigen Schweiß von seiner Stirn trocknete, dann hin und wieder ohne Klopfen ins Zimmer trat und mit ihren ruppigen Händen seine Verbände wechselte. Abu war am nächsten Morgen vor der Türschwelle aufgetaucht, hatte Devan, seinem ehemaligen Schüler, einen kräftigen Klapser auf die gesunde Schulter verpasst und seitdem hörte man sein lautes Stampfen regelmäßig vom Treppenhaus oder seine polternde Stimme im Innenhof, während er eine Partie Go gegen Rabia verlor. Neben Safiyya, die als Einzige der Amra Alzili sein Zuhause kannte und ihn am Morgen des zweiten Tages besucht hatte, um ihn über die aktuellen Umstände und Pläne aufzuklären, war es vor allem Ilias, sein Schüler, der immer irgendwelche kleinen Ausreden suchte, um ihn zu besuchen. Mit seinem Stock in der Hand, um das Gewicht von seinem verletzten Bein zu nehmen, hörte Devan ihn schon zwei Stockwerke entfernt, bevor er mit Ziegenmilch und Datteln an die Zimmertür seines Mentors klopfte und ihm als Einziger tatsächliche, echte Worte entlockte. Denn Devan war still geworden. Mit einem Körper, der auf die Heilung fokussiert war, merkte er auch, dass sein Geist sich nicht ganz im Gleichgewicht befand und die Stille brauchte, in die er sich zurückzog. Denn mit einem toten König hatte sich sein Umfeld verschoben; er merkte es in der Haltung der Menschen, die ihm gegenüber traten. In den Stimmen von den Straßen, aufgeregt und unsicher. In der Ungewissheit, die über ihrer aller Köpfe schwebte: War es wirklich so, dass der Tod eines Einzelnen der Grund des Leidens vieler war? Oder hatten sie einen Stein ins Rollen gebracht, der viele unter ihm begraben würde, und wenn ja - waren sie überhaupt noch in der Lage, ihn zu stoppen?

Es war eine Frage, die er sich auch persönlich stellte, als er sich am frühen Abend des zweiten Tages erhob und mit angespannter Anstrengung einen leichten Mantel mit weiten Ärmeln über seinen nackten Oberkörper warf. Die Verbände waren sauber, fest und doch zog der Schmerz ruckartig durch die Nervenbahnen seines geschwächten Körpers, als er sein Gewicht auf den verletzten Oberschenkel verlagerte. Er bewegte sich langsam durch den dritten Stock an den schmalen Sonnenstrahlen vorbei, die durch die offenen Fenster fielen. Als er die schmale Treppe nach oben nahm und sich an der Wand festhielt, um sein Gleichgewicht nicht zu verlieren, strich ein weiches Fellbündel an seinem Knöchel vorbei und wartete am Ende der Stufen darauf, dass er durch die offene Dachluke trat.
Die untergehende Sonne brannte rot über die Dächer von Dharan al-Bahr und ließ die Luft warm über den staubigen, sandigen Straßen schimmern. Es war ein Wirrwarr aus Stoffen, Sandstein, Lehm und Holz, chaotisch durcheinander gewürfelt hier unten in den bürgerlichen Vierteln, wo man nach dem Erdbeben schnell Dächer über dem Kopf hatte errichten müssen, dass man sich nicht darum kümmerte, wie sie mit den Gebäuden der Nachbarn harmonierten. In gewissem Sinne verkörperte es das Leben, in dem sie alle steckten: Chaotisch, Gegenwarts-getrieben und doch nicht bereit, aufzugeben. Devan hatte keinen derartigen Blick für Ästhetik, aber der Anblick war ihm vertraut genug, dass er sich angekommen fühlte.
Am Rand des flachen Daches waren drei Teppiche quer übereinander gelegt mit Kissen, weniger drapiert als einfach so hingeworfen, wie es gerade eben passte. Daneben lag noch eine Schale mit gerösteten Kernen, halb gegessen, halb vergessen in den letzten Tagen, die ihnen allen viel abverlangt hatten. Maeaza, die getigerte Katze, lief voraus und strich um das Bein der sitzenden Frau, ehe sie der kleinen Schale mit dem Wasser an der Ecke des Daches näherte.
Devan machte sich keine Mühe, leise zu sein, doch die Geschmeidigkeit einer Raubkatze ruhte immer noch in seinen Knochen. Etwas aus dem Gleichgewicht, doch immer noch leichtfüßig ließ er sich neben seine Schülerin auf die Teppiche fallen und kreuzte ein Bein in einem halben Schneidersitz, während er das verletzte Bein ausgestreckt ließ. Er ließ wie immer das Schweigen sprechen und wartete, bis sie ihr Wort an ihn richtete. Ohne Erwartung. Ohne Wertung. Mit dem Wissen, dass sie wusste, dass er über ihr Geheimnis Bescheid wusste, aber noch nicht bereit war, eine Entscheidung zu treffen. Seine Hand glitt in die Schale mit den Kernen und das Knacken durchbrach die Stille, als er zwischen seinen Zähnen Kern von Hülle spaltete.
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Sommerland
Zariyah Silk
Sommerland
Alter 24
Beruf Assassine
Wohnort Dharan al-Bahr
Stand Ledig
User Lia
#2
Sie hatte zwei Tage vor sich hin gedämmert, gelebt in einem Körper, der sich fremd angefühlt hatte, als gehöre er nur noch bedingt ihr. Rabias Haus roch nach heißem Lehm, Bitterkräutern und kaltem Rauch. Schon in der ersten Nacht war die alte Frau über ihr gestanden wie ein unbarmherziger Schatten, Hände rau wie Stein, mit einer Stimme scharf wie geschliffenes Glas. Zariyah war kaum über die Schwelle des Versteckes gekrochen, da hatte Rabia sie schon zurechtgerückt, grob, effizient, ohne ein Fünkchen Sentimentalität. Die Wunde an ihrer Flanke war gereinigt, genäht, verbunden worden, und mit jeder Berührung hatte Rabia getadelt, gezischt, unterdrückt geschimpft. Unvorsichtig. Dumm. Stolz statt Vernunft. An diese Worte in unzähligen Kombinationen konnte sie sich vage erinnern. Zariyah hatte es über sich ergehen lassen. Sie hatte gelernt, dass Rabias Härte eine eigene Form von Sorge war, eine, die niemals einer weichen Decke glich, aber immer zuverlässig um sie geschlungen blieb wie eine. In ihren wilden Träumen in der Nacht nach dem Anschlag  hatte sie den Palast erneut gesehen, gehört, gespürt: das Flackern der Feuerschalen, die Schreie von Stahl auf Stahl, den Schlag, der sie beinahe auseinandergerissen hatte. Sie hatte geglaubt, noch immer den metallischen Geschmack des Blutes im Mund zu spüren, das des Wachmanns auf ihrer Haut zu spüren.

Rabia hatte sie nicht aus den Augen gelassen, ohne sanftes Betätscheln, kein leises Mitgefühl in der Stimme, stattdessen kühle Umsicht, scharfe Befehle, bittere Kräuter und Verbände, die so fest saßen, dass jeder Atemzug sie an ihre Verletzlichkeit erinnerte. „Du hast überlebt, also jammere nicht“, hatte Rabia einmal gemurmelt, als Zariyah vor Schmerz die Zähne zusammengebissen hatte. Und doch hatte sie in derselben Nacht länger als nötig an ihrem Bett gesessen, schweigend, wachsam, wie ein Raubtier, das über eine verwundete Gefährtin wachte.

Am zweiten Tag war das Fieber zurückgewichen. Der Schmerz war zwar geblieben, dumpf und schwer, aber beherrschbar. Zariyah hatte sich langsam durch das Haus bewegt, jeden Schritt vorsichtig gesetzt, als könnte der Boden unter ihr nachgeben. Sie hatte Stimmen gehört – Abu polternd im Hof, Rabias kreative Schimpftirade aus einem Fenster zu ihm hinunter, Safiyyas leise, kontrollierte Worte irgendwo im Haus. Und doch hatte sie Devan nicht gesehen. Sie traf keinen Schatten in den Fluren, sah kein vertrautes Profil im Türrahmen, hörte kein leises Gleiten seiner Schritte über die Stufen. Das Fehlen seiner Gegenwart war lauter als jeder Tumult in diesen vier Wänden, die einem Zuhause näher kamen, als Zariyah es jemals erlebt hatte.

Als die Sonne begann, sich dem Horizont zu neigen, war sie schließlich aufs Dach gestiegen. Das hier war ihr Ort. Die Wärme des Abends hatte sich über die Dächer Dharan al-Bahrs gelegt wie ein schweres Tuch. Die Stadt glühte in rotem Licht, Staub tanzte über Lehm und Ziegel, und irgendwo unten hatte ein Marktschreier noch immer nicht genug davon, vom Tod des Königs zu berichten. Vom Fall der Ben Sahids. Zariyah hatte sich auf die Teppiche sinken lassen, vorsichtig, um ihre Flanke nicht zu reizen. Die Katze, die niemandem gehörte, und doch einen Namen besaß, war sofort zu ihr gekommen, hatte sich an ihr Bein geschmiegt, als wisse sie genau, dass Zariyah etwas brauchte, das vielleicht Trost sein konnte, wenn sie es sich gestatten würde, länger darüber nachzudenken. Die Schale mit den gerösteten Kernen, die sie praktisch überall mit hinnahm, war bereits halb geleert und lange nachzudenken hatte sie schon erneut hineingegriffen. Der Geschmack war erdig, leicht salzig und seit einiger Zeit überwältigend notwendig.

Sie hatte gegessen, gierig beinahe, sich der Hüllen geschickt entledigt, die Kerne hastig gekaut, als würde ihr Körper nach etwas rufen, das sie selbst nicht benennen konnte. Ein Hunger, der tiefer ging als Schmerz oder Erschöpfung. Ein Ziehen im Bauch, das sie irritiert und zugleich beunruhigt hatte. Ihre Gedanken waren unweigerlich zu ihm zurückgekehrt. Zu dem Mann, von dem sie sich verabschiedet hatte. Im Angesicht des Todes war dennoch da gewesen, und auch jetzt, in ihren so selten gegönnten Tagträumen, stand seine hünenhafte Gestalt scharf gezeichnet im Abendlicht, als stünde er vor ihr auf den Dächern, mit diesem halben Lächeln, bei dem sie sich einbildete, dass es ihr allein gehörte.

Und mit dem Krieger waren auch die Gedanken an den Anschlag zurückgekehrt: das Gewicht der Nacht, das Blut, der Sturz des Königs, Batuhans ruhige Hand, die schrillen Schreie der Leibmagd. Sie hatte gespürt, wie sich etwas in ihr zusammenzog – nicht nur Schuld, schon gar kein Triumph, sondern eine tiefe, unauflösliche Veränderung, als sei sie nach dieser Nacht nicht mehr ganz dieselbe. Dann hatte sie an Devan gedacht. An sein Gesicht, bleich vor Schmerz. An den Pfeilstumpf in seiner Schulter, an das Blut an seinem Bein, an den Moment, in dem sie gesehen hatte, wie er beinahe zusammengebrochen war. Seit sie in Rabias Haus angekommen waren, hatte sie ihn nicht gesehen. Nicht ein einziges Mal. Und dieser Umstand machte sie rastlos.

Tief in Gedanken versunken hatte sie die Kerne langsamer gekaut, den Blick über die Dächer schweifen lassen, als die Dachluke sich öffnete. Sein Schritt war vertraut, trotz Verletzung, trotz Schwäche. Maeaza hatte ihn zuerst bemerkt, war um seine Beine gestrichen, begrüßte einen alten Freund. Zariyah jedoch hatte nicht sofort aufgesehen. Sie hatte das leise Rascheln der Teppiche vernommen, als er sich neben sie setzte, das Knacken der Kerne. Ihr Herz hatte einen Schlag ausgesetzt. Vor Freude? Vor Angst? Eher vor etwas Unaussprechlichem, das sie nicht einordnen konnte. Sie begnügte sich damit, ihn aus dem Augenwinkel heraus zu betrachten: der Verband an seiner Schulter, das ausgestreckte Bein, die Spuren der letzten Tage in seinem Gesicht. Und doch war er da, ruhig, unverrückbar, als sei er trotz allem immer noch der gleiche Schatten, der sie einst aus der Gosse geholt hatte.

Ihr Blick blieb am Horizont hängen, wo die Sonne sich endgültig neigte, als würde sie kurz davorstehen, von selbigem zu fallen. In diesem goldenen Rand zwischen Licht und Dunkelheit dachte sie an vieles. An Blut auf Marmor. Rauch über Palastmauern. An eine Höhle aus Sand und Stille. An eine Hand auf ihrem Bauch. Der Gedanke kam leise, wie ein sanfter Atemzug, der sich festgesetzt hatte: Sie war nicht mehr allein. Und dieses Wissen war ebenso beunruhigend wie unaufhaltsam. Ihre Schulter senkte sich minimal. Schließlich löste sie eine weitere Kernhülle zwischen den Zähnen, ließ sie in die Schale zurückfallen und hob den Blick zum Himmel, als suche sie dort eine Antwort, die nicht existierte. Erst dann sprach sie — kaum mehr als ein Hauch, ohne ihn anzusehen: “Sieh an, wen es von seinem Lager getrieben hat.“
[Bild: zariyah-sig.png]
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