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Nothing burns like the cold.
12.10.1016 - 10:00
Wälder

Winterland
Veith Alvarsson
Winterland
Alter 31
Beruf Krieger
Wohnort Wintergard
Stand Ledig
User Risa
#6
„Dann wärst du wohl der Erste, der das behauptet“, entgegnete Veith mit jener unbewegten Miene, die ihn seit jeher begleitete, einem Gesicht, das oft weder Freude noch Zorn offen zeigte und das man in Wintergard längst mit Zurückhaltung und kühler Vernunft verband. Während andere in Norsteading rasch mit lautem Wort und schnellen Fäusten reagierten, galt Veith als einer, der meist zuerst nachdachte. Selbst in ihrem kleinen Freundeskreis, bestehend aus Leif, Erik, Halger, Kjell und ihm, war er der Stillste. Der Beobachter am Rand des Feuers, der selten lachte und noch seltener sprach, es sei denn, seine Worte waren notwendig. Manch einer hielt ihn für langweilig, weil er sich selten dem hingab, was andere begeisterte: Bier, Weib und rauschende Gelage. Der Prinz von Wolfsmark war dagegen laut, schlagfertig und oft derb in seinem Humor, doch dabei nie ohne Charme. Seine Worte trafen schneller als ein Pfeil im Flug, und meist ebenso zielsicher. Veith hätte sich selbst belogen, wollte er behaupten, dass ihm Eriks Art missfiel. Im Gegenteil, es war etwas an jener ungestümen Lebensfreude, die ihm selbst fehlte.

„War das nicht der Anlass für dein vorletztes Gelage?“ fragte Veith trocken nach, ohne den Blick vom Weg vor ihnen zu wenden. Sein Hengst schnaubte leise, als wolle er seinem Reiter bedeuten, dass es an der Zeit sei, weiterzuziehen. Mit einer ruhigen Handbewegung und einem kurzen Klopfen auf den muskulösen Hals des dunkelgrauen Tiers brachte Veith ihn zum Schweigen. „Wobei der eigentliche Grund für die meisten Gäste ohnehin kaum von Bedeutung war“, fügte er mit jenem kühlen Unterton hinzu, der oft zwischen Spott und Gleichgültigkeit schwebte. Erik kannte ihn jedoch gut genug, um zu wissen, dass in Veiths Worten kein Urteil lag.
Auf Eriks Einschätzung zum bevorstehenden Krieg schwieg Veith zunächst nur, während er seinen Blick über das verschneite Land streifen ließ. „Du hast recht, Leif ist kein Narr“, sagte der Silberhaarige schließlich, seine Stimme ruhig und etwas nachdenklich. „Aber Sturheit hat schon vielen Männern zuvor den Kopf gekostet. Lass uns hoffen, dass ihm das nicht entgangen ist.“ Leif war klug, vorausschauend und ehrgeizig, alles Eigenschaften, wie sie einem fähigen Kommandanten gebührten. Veith konnte nur hoffen, dass eben jene Entschlossenheit, die er so sehr an ihrem Prinzen schätzte, ihm in den kommenden Wochen nicht zum Verhängnis würde.

Für einen Moment herrschte Stille, nur das Knirschen der Hufe und das leise, beständige Atmen ihrer Pferde erfüllte die Luft. Erst als das Gespräch auf die geplante Jagdtrophäe kam und darauf, dass Erik es tatsächlich auf ein Wildschwein abgesehen hatte, richtete Veith kurz den Blick zu seinem Freund. Er hatte mit nichts anderem gerechnet und, so sehr er es sich selbst auch selten eingestand, freute er sich auf das gemeinsame Unterfangen. Er ließ ein trockenes Schnauben hören, als Erik ihn nach seiner Familie fragte. „Nun, mein Vater spricht inzwischen öfter mit den Geistern seiner Jugend als mit uns. Den Rest der Zeit verbringe ich in einem Haus mit drei erwachsenen Frauen, die alle fest entschlossen sind, mir das Leben schwer zu machen.“ Er zog die Brauen leicht hoch, sah dabei aber wieder nach vorne. „Ich bin also heilfroh, wenn ich die Gelegenheit habe, mit dir und meinem störrischen Pferd durch den Schnee zu stapfen, anstatt mir daheim anhören zu müssen, ob das Dach neu gedeckt gehört, die Frau vom Nachbarn nicht schon wieder mit fremden Männern tratscht oder ob es nicht endlich an der Zeit wäre, mir ein Eheweib zu nehmen.“ Einen Moment schwieg er, dann fügte er jedoch besser gelaunt hinzu: „Aber sie sind wohlauf und das ist, was zählt.“
sig-veith2
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RE: Nothing burns like the cold. - von Veith Alvarsson - 31-05-2025, 18:05

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