Dieses Forum nutzt Cookies
Dieses Forum verwendet Cookies, um deine Login-Informationen zu speichern, wenn du registriert bist, und deinen letzten Besuch, wenn du es nicht bist. Cookies sind kleine Textdokumente, die auf deinem Computer gespeichert sind; Die von diesem Forum gesetzten Cookies düfen nur auf dieser Website verwendet werden und stellen kein Sicherheitsrisiko dar. Cookies auf diesem Forum speichern auch die spezifischen Themen, die du gelesen hast und wann du zum letzten Mal gelesen hast. Bitte bestätige, ob du diese Cookies akzeptierst oder ablehnst.

Ein Cookie wird in deinem Browser unabhängig von der Wahl gespeichert, um zu verhindern, dass dir diese Frage erneut gestellt wird. Du kannst deine Cookie-Einstellungen jederzeit über den Link in der Fußzeile ändern.


The sky was fallin′ like a comet
10.10.1016 - 19:00
Speisesaal der Frasers | Festung auf Kenmara

Cathal & Muirín | 10.10.1016 ndV | abends
Make me lose my breath
Muirín Henaghen
Herbstland - Admin
Alter 23
Beruf Prinzessin
Wohnort Ishcateslieve, Farynn
Stand Verlobt
User Nessi
#1
Obwohl ihr Unterarm schon ganz gerötet war, weil sie sich so oft kniff, wachte sie trotzdem nicht auf. Dabei war sie sich sicher, dass dies ein schlechter Traum sein musste, denn ihr Leben hätte sich in den letzten Wochen nicht noch mehr ändern können. Nachdem ein Unbekannter Muiríns Vater von ihren Ausschweifungen berichtet hatte, war Alles ganz schnell gegangen. Sie selbst wurde nicht angehört. Wieso auch? Sie war schließlich nur eine Frau und außerdem schon lange vermeintlich auf der Suche nach einem Mann, den sie ehelichen konnte. Jedenfalls hatte sie das immer ihrem Vater und Bruder verkauft, dass es ihr wichtig wäre, selbst ihren Zukünftigen auszusuchen. Dass sie sich ranhielt, weil sie wusste, wie sehr es eilte. Sie war zu alt, um noch attraktiv für die Männer zu sein. Und wenn besagt Männer wüssten, womit sich die rothaarige Prinzessin in den letzten Monaten die Zeit vertrieben hatte, wäre ihr Alter ihr geringstes Problem. Wenn sie ehrlich zu sich selbst war, dann hätte sie sich nicht wundern dürfen. Und trotzdem schmerzte sie es, ihr altes Leben nun hinter sich zu lassen. Seit gestern war sie in Kenmara, hatte fünf Tage mit der Kutsche ihrer Familie zurückgelegt, ehe sie in dem felsigen Fürstentum angekommen war. Und schon nach den ersten paar Minuten wäre sie am liebsten direkt wieder auf dem Absatz umgekehrt. Es war windig und kalt, immer wieder regnete es und peitschte der jungen Frau ihre eigenen Haare ins Gesicht, sodass sie kaum noch etwas sehen konnte. Es war furchtbar. Der dunkelgraue Stein, aus dem hier fast alles gehauen war, schien sie zu verpönen. Sie auszulachen. Ihr zu sagen, dass sie hier nicht her gehörte. Nichts an dieser Festung wirkte einladend. Nichts wirkte wie ein schönes und gemütliches zu Hause. Und trotzdem würde das hier fortan ihre Heimat sein. Das Fürstentum Kenmara, die Spitze der See.

Nachdem sie sich gestern einer ausgiebigen Körperpflege gewidmet hatte, hat man sie für den heutigen Abend zum ersten gemeinsamen Abendessen mit der Familie Fraser eingeladen. Sie hatte keine Ahnung, wer alles dabei sein würde. Und sie interessierte es auch nicht. Sie wollte nicht hier sein. Alles in ihr sträubte sich dagegen das dunkelgrüne samtene Kleid anzuziehen, das man ihr bereit gelegt hatte. Der Schmuck an ihren Ohrläppchen und an ihrem Hals fühlte sich an, als wäre er mehrere Kilo schwer, wollte sie zu Boden ziehen und über ihr thronen. Die Schmerzen, während man ihr die verknoteten Haare bürstete, eine stete Erinnerung daran, was von nun an ihr Leben sein würde. Und jeder, der auch nur ein einziges Mal in seinem Leben Kontakt mit Muirín Henaghen gehabt hatte, würde wissen, wie sehr sie alles an diesem Drecksort hasste. Und wie sehr sich das auf ihre Laune auswirkte. Ja, sie war eine Prinzessin. Ja, sie hatte theoretisch gute Manieren. ABER sie hasste es, wenn über ihren Kopf hinweg bestimmt wurde. Wenn ihr Leben von anderen Menschen in die Hand genommen wurde. Und sie war viel zu impulsiv und leidenschaftlich, um darüber zu schweigen. Sie war ein Wildfang, kein zahmes Pony. Sie würde beißen und treten, bis man sie in Ruhe ließ. Sie würde sich wehren. Gegen all' das hier. Gegen dieses Leben und diese Witterungsbedingungen. Gegen einen Mann, der sie nicht einmal sehen konnte, weil er von Geburt an verkrüppelt war! Man hatte sie mit einem Prinzen verheiratet, der keinen Thronanspruch hatte! Muirín Henaghen sollte in zwei Tagen einen Mann heiraten, der mit ihrer Schönheit nichts würde anfangen können, außer man berichtete ihm davon. Sie war doch kein Kindermädchen!

Die geröteten Wangen versuchte sie schweigsame Zofe mit etwas Puder zu überdecken, gab jedoch nach kurzer Zeit auf, nachdem die Prinzessin immer wieder schnaubend den Kopf weggedreht hatte. Ob sie hier jemals Freunde finden würde, wenn sie es sich selbst mit ihrer Zofe verscherzte? Doch darüber konnte sie im Moment nicht nachdenken, war viel zu sehr gefangen in ihrem eigenen Temperament, ihrer Wut und ihrer Trauer.

So war es wenig verwunderlich, dass die sonst so elegante und charmante Prinzessin wie ein tosender Wirbelwind durch die hölzernen Türe stürmte, die den Eingang zum Speisesaal markierten und sich wortlos auf den ihr zugewiesenen Platz setzte.
[Bild: thxYbZu.png]
Neues Inplayzitat
Inplayzitat hinzufügen
Zitat
Folgendes Zitat wird als denkwürdiger Inplay-Moment eingetragen.
 
Zitieren


Nachrichten in diesem Thema
The sky was fallin′ like a comet - von Muirín Henaghen - 04-06-2025, 15:19

Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste