20-06-2025, 14:49 - Wörter:
Eine anständige, fromme, tugendhafte Frau - oh, welch Versager einst an der Macht sein musste, um jenes Bild als Idealbild einer Frau zu schaffen, die am Ende weder Mann noch Frau glücklich stimmte. Glücklicherweise gab es genug Frauen, die das Spiel der Maskerade so perfektionierten, dass sie sich dessen vollends bewusst waren: Dass anständig, fromm, tugendhaft in die Kloster gehörte. Der Vorteil (und Nachteil) war, dass man es Frauen meist nicht ansah, zu welcher Kategorie sie gehörten. Aber Nadir war offen (und bekehrte gerne). Letztlich sah er diese poetisch-ästhetische Szene einer schönen Frau, die am Meer etwas zu reinigen schien und entschloss sich, Teil jener Szene zu werden. Letztlich war Nadir stets für alle Ausgänge offen und grübelte nicht darüber, wenn diese Schönheit nicht etwas Sommerlande tasten wollte.
Wie angemessen es seinerseits war eine anständige, fromme und tugendhafte Frau anzusprechen, war wohl die nächste Frage. Nadir verstand das Konzept nicht - er konnte ja nicht alle Frauen, mit denen er schlafen wollte, heiraten, geschweige denn alle an seinen Hof holen. Neben dieser doch recht deutlich erotisch-romantischen Intentionen, die ihn dazu veranlassten, die unbekannte Frau anzusprechen, hatte er zugleich ein Gefühl für die interessanten Persönlichkeiten. Ein romantischer Abend war nichts mit dem, was davor und danach stattfand. Und so mythisch es klang (und wovon er meist kein Freund war), so würde er behaupten, ein gewisses Gefühl für Menschen zu haben, die wertvoll waren - auf welche Arten und Weisen auch immer.
Insofern mochte er wahrlich in ihre Privatsphäre eingedrungen sein; womöglich war es aber wohl angemesser als all jene, die sich diese Szene seit Minuten schweigsam aus der Ferne ansahen - mit all den unangemessenen Gedanken, die man so haben konnte. Womöglich war das, was die junge Frau tat, in gewissen Kreisen schon freizügig genug. Vielleicht war das auch die Abwechslung, die dem Sommerländer hier auffiel. Insgesamt kein Wunder, dass die Stadt so traurig war. Über ihre Vorurteile der Sommerländer ahnte er natürlich nichts. Sie würde es vermutlich verstehen - manche setzten viel auf die Tatsache, dass sie hier nahezu als exotisch galten. Vielleicht war Nadir da nicht anders, aber er verpackte es wohl besser - und war wohl besser verpackt.
Dass sein Gespür wohl richtig lag, lag an ihrem gesamten Auftreten. Direkte Worte, schnippisches Auftreten - eine Dame wohl, die gebändigt werden wollte. Er grinste vor sich hin, als sie die Bemerkung mit der Perle machte.
Das idyllische Bild jedenfalls schien Nadir unterbrochen zu haben. Nicht überraschend, etwas, das einkalkuliert werden musste. Gereizt, aufgeschreckt, impulsiv wirkte sie - geradezu anziehend auf Nadir - und sich darauf los machend, die Kulisse zu verlassen. Deutliche Worte ihrerseits drangen an sein Ohr - und verstummten ab dem Moment, an dem sich ihre Augen das erste Mal trafen. Nun, seine Augen trafen ihre, ihre Augen fokussierten sich auf andere Stellen - fast schon so deutlich, dass man wohl für einen kurzen Moment zweifeln durfte, wie anständig und fromm die junge Frau wohl war. Der Prinz wusste, dass er eine gewisse Wirkung hatte, allerdings war selbst er davon überrascht. Es schien jedenfalls ein deutliches Signal zu sein, dass beide wussten, was sie wollten. Immerhin entgegnete er den Blick und analysierte nun die Teile ihres Körpers, die er von hinten nicht sah, genoss die Rundungen, die unter viel zu viel Stoff verborgen, aber doch betont waren. Er ahnte, dass er wohl relativ ungeniert seinen Daumen über ihre Lippen fahren lassen konnte. Aber es blieb dabei, dass er ihren Körper - so wie sie - offensiv betrachtete, und dann das Wort ergriff:
Wie angemessen es seinerseits war eine anständige, fromme und tugendhafte Frau anzusprechen, war wohl die nächste Frage. Nadir verstand das Konzept nicht - er konnte ja nicht alle Frauen, mit denen er schlafen wollte, heiraten, geschweige denn alle an seinen Hof holen. Neben dieser doch recht deutlich erotisch-romantischen Intentionen, die ihn dazu veranlassten, die unbekannte Frau anzusprechen, hatte er zugleich ein Gefühl für die interessanten Persönlichkeiten. Ein romantischer Abend war nichts mit dem, was davor und danach stattfand. Und so mythisch es klang (und wovon er meist kein Freund war), so würde er behaupten, ein gewisses Gefühl für Menschen zu haben, die wertvoll waren - auf welche Arten und Weisen auch immer.
Insofern mochte er wahrlich in ihre Privatsphäre eingedrungen sein; womöglich war es aber wohl angemesser als all jene, die sich diese Szene seit Minuten schweigsam aus der Ferne ansahen - mit all den unangemessenen Gedanken, die man so haben konnte. Womöglich war das, was die junge Frau tat, in gewissen Kreisen schon freizügig genug. Vielleicht war das auch die Abwechslung, die dem Sommerländer hier auffiel. Insgesamt kein Wunder, dass die Stadt so traurig war. Über ihre Vorurteile der Sommerländer ahnte er natürlich nichts. Sie würde es vermutlich verstehen - manche setzten viel auf die Tatsache, dass sie hier nahezu als exotisch galten. Vielleicht war Nadir da nicht anders, aber er verpackte es wohl besser - und war wohl besser verpackt.
Dass sein Gespür wohl richtig lag, lag an ihrem gesamten Auftreten. Direkte Worte, schnippisches Auftreten - eine Dame wohl, die gebändigt werden wollte. Er grinste vor sich hin, als sie die Bemerkung mit der Perle machte.
"Nun, an einen Hai würdet ihr wohl kaum eine Hand legen, oder?"
Ein wichtiges Argument, wenngleich ihm klar war, dass das Gespräch gerade sehr ... theoretisch war.Das idyllische Bild jedenfalls schien Nadir unterbrochen zu haben. Nicht überraschend, etwas, das einkalkuliert werden musste. Gereizt, aufgeschreckt, impulsiv wirkte sie - geradezu anziehend auf Nadir - und sich darauf los machend, die Kulisse zu verlassen. Deutliche Worte ihrerseits drangen an sein Ohr - und verstummten ab dem Moment, an dem sich ihre Augen das erste Mal trafen. Nun, seine Augen trafen ihre, ihre Augen fokussierten sich auf andere Stellen - fast schon so deutlich, dass man wohl für einen kurzen Moment zweifeln durfte, wie anständig und fromm die junge Frau wohl war. Der Prinz wusste, dass er eine gewisse Wirkung hatte, allerdings war selbst er davon überrascht. Es schien jedenfalls ein deutliches Signal zu sein, dass beide wussten, was sie wollten. Immerhin entgegnete er den Blick und analysierte nun die Teile ihres Körpers, die er von hinten nicht sah, genoss die Rundungen, die unter viel zu viel Stoff verborgen, aber doch betont waren. Er ahnte, dass er wohl relativ ungeniert seinen Daumen über ihre Lippen fahren lassen konnte. Aber es blieb dabei, dass er ihren Körper - so wie sie - offensiv betrachtete, und dann das Wort ergriff:
"Darf ich jene Perlen mal sehen? Womöglich gar berühren?"
![[Bild: Pedro-Pascal-Signatur.png]](https://i.ibb.co/560Ch4M/Pedro-Pascal-Signatur.png)
