07-07-2025, 18:39 - Wörter:
Vermutlich trafen gewisse kulturelle Tendenzen aufeinander - er so offen, sie so irritiert. Er nahm die Hauptstadt immer als verschlossener war, wenn man nicht gerade inmitten eines Bordells war, in der man quasi wie aus einer Speisekarte wählen konnte. Die Frauen und Männer zeigten weniger Haut, weniger Offenheit, aber doch tief verborgene Bedürfnisse. So viel Lebenserfahrung hatte Nadir nämlich nun: Zu wissen, dass die wahre Intention hier oft verborgen wurde. Zugegeben: Es gab wohl Frauen, die es etwas besser verbergen konnten, als die Dame mit ihren Perlen am Meer - was schon ein missverständliches Bild auslöste. Nicht, dass er sich sicher fühlte; nicht, dass er davon ausging, dass die beiden heute noch in den Laken miteinander wälzten - wenngleich es eine willkommene Option war - aber: Er war sich halbwegs sicher, dass sie den Anblick genoss, so wie er den Anblick genoss. Nadir war ehrlicherweise kein durchgeplanter Mensch, er tat nicht zwangsläufig A und B, damit C herauskam, sondern er traf recht spontan eine Entscheidung und nahm das, was passierte. Ja, er überlegte nicht, wie angemessen es war, eine Frau anzusprechen, während sie ihre Perlen im Meer reinigte.
Ihren inneren Konflikt und Kampf jedoch konnte er dennoch nicht wahrnehmen. Nadir hatte wohl - neben seiner Attraktivität - den Vorteil, dass er bereits die ein oder andere Frau (eine Menge) verführen konnte, weshalb er sagen würde, er weiß so halbwegs, was er zu tun hatte, um überzeugend zu sein. Zweideutigkeit einzubringen, kann gefährlich sein - wenn es nicht angenommen wird. Der Gefahr jedoch war er sich halbwegs bewusst. Und doch sah er keinen Widerstand; vielleicht nahm er wahr, dass sie immer wieder kurz nachdachte und sich doch nicht rührte. Nichts sagte, nicht fortging. Und in seinen Augen war es die richtige Entscheidung: Weg vom tristen Alltag. Warum so tun, als würde man nicht alles tun wollen, um dem zu entfliehen?
Er wusste ehrlicherweise nichts von ihr; auch nicht, dass sie als Wirtin arbeitete und es wohl täglich damit zu tun hatte, begafft und angemacht zu werden. Zugleich wusste sie dann wohl auch, damit umzugehen - was wohl für die Situation sprach. So wusste er nichts, außer, dass sie immer wieder nachdachte. Erst als sie die Haare, die eben noch im Wand wehten, zusammenband, schien etwas zu passieren - und sie antwortete auf seinen Kommentar.
Er schmunzelte, so missverständlich dies wohl platziert war. Hierbei musste man wohl aufpassen, bevor man vermittelte, dass der Preis den Perlen - also ihren Perlen - entsprach, und nicht den anderen Perlen.
Und so erhob sie sich, kam aus dem Meer - Nadir hätte ihr die Hand hingehalten, aber womöglich war dies etwas viel für den Anfang. In jedem Fall musterte er sie, hielt er sich doch noch etwas vom Meer entfernt.
Die nächste Frage wurde etwas tricky - deshalb, weil Nadir eben nicht der Prinz sein wollte. Würde er nun zugeben, dass er der Prinz war, so glaubte er, ein wenig vom Charme der Frau zu verlieren. Sie war so oder so in den Bann gezogen und doch gab es eine gewisse Direktheit, die ihm imponierte und sie noch anziehender machte.
Ihren inneren Konflikt und Kampf jedoch konnte er dennoch nicht wahrnehmen. Nadir hatte wohl - neben seiner Attraktivität - den Vorteil, dass er bereits die ein oder andere Frau (eine Menge) verführen konnte, weshalb er sagen würde, er weiß so halbwegs, was er zu tun hatte, um überzeugend zu sein. Zweideutigkeit einzubringen, kann gefährlich sein - wenn es nicht angenommen wird. Der Gefahr jedoch war er sich halbwegs bewusst. Und doch sah er keinen Widerstand; vielleicht nahm er wahr, dass sie immer wieder kurz nachdachte und sich doch nicht rührte. Nichts sagte, nicht fortging. Und in seinen Augen war es die richtige Entscheidung: Weg vom tristen Alltag. Warum so tun, als würde man nicht alles tun wollen, um dem zu entfliehen?
Er wusste ehrlicherweise nichts von ihr; auch nicht, dass sie als Wirtin arbeitete und es wohl täglich damit zu tun hatte, begafft und angemacht zu werden. Zugleich wusste sie dann wohl auch, damit umzugehen - was wohl für die Situation sprach. So wusste er nichts, außer, dass sie immer wieder nachdachte. Erst als sie die Haare, die eben noch im Wand wehten, zusammenband, schien etwas zu passieren - und sie antwortete auf seinen Kommentar.
Er schmunzelte, so missverständlich dies wohl platziert war. Hierbei musste man wohl aufpassen, bevor man vermittelte, dass der Preis den Perlen - also ihren Perlen - entsprach, und nicht den anderen Perlen.
"Oh, berühren kostet schon?"
, brachte er demnach diplomatisch hervor und beließ es dabei, bevor man sich in eine ungewöhnliche Situation ritt. Als sie sich erhob, löste sie natürlich etwas in dem hochgewachsenen Mann aus; wie sich das nasse Kleid an ihre Haut schmiegte. Für die Sommerlande mochte das noch prüde sein, aber hier? Dass es keine weiße Tunika war, nun, hätte sie davon gesprochen, hätte er dies wohl bedauert. "Nun, vielleicht darf ich sie auch so berühren, wenn Ihr mich ein wenig kennenlernt."
Von welchen Perlen man nun auch immer sprach. Nadir weiß, worüber er spricht.Und so erhob sie sich, kam aus dem Meer - Nadir hätte ihr die Hand hingehalten, aber womöglich war dies etwas viel für den Anfang. In jedem Fall musterte er sie, hielt er sich doch noch etwas vom Meer entfernt.
Die nächste Frage wurde etwas tricky - deshalb, weil Nadir eben nicht der Prinz sein wollte. Würde er nun zugeben, dass er der Prinz war, so glaubte er, ein wenig vom Charme der Frau zu verlieren. Sie war so oder so in den Bann gezogen und doch gab es eine gewisse Direktheit, die ihm imponierte und sie noch anziehender machte.
"Nun, ich bin eine Art Reisender, der schöne Dinge sucht ... und findet. Der guten Wein und angenehme Gesellschaft schätzt."
, kommentierte er mit deutlichem Blick. "Aber ja, meine Wurzeln liegen in Matariyya. Wart ihr schon einmal da?"
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