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where the hay remembers
10.10.1016 - 06:00
Stallungen der Festung

Heimatlose
Rowan Fraser
Heimatlose
Alter 31
Beruf Söldner
Wohnort Heimatlos
Stand Ledig
User Mim
#1
Als Rowan die Flügeltür zum Stall aufstieß, wehte ihm stickige Luft entgegen. Luft, die nach frischem Heu, warmen Pferdekörpern und dem einen oder anderen gerade herabgefallenen Pferdeapfel roch. Für den 31-Jährigen bedeutete dieser Duft ein Stück Heimat, ähnlich einer wohligen Decke, die sich an kalten Wintertagen um die Schultern legte und damit den eisigen Wind aussperrte, der an der Kleidung zog und zerrte. Ein Grund, weshalb ihn einer seiner ersten Wege nach dem Frühstück immer zu seinem Wallach Sandokan führte. Sei es nun, wie hier an einem überdachten Ort oder aber auch draußen, wenn sie unterwegs waren: Es gab kaum eine Person, die es in den letzten Jahren geschafft hatte, dem Söldner so nahe zu kommen wie sein Schlachtross, auch wenn sich die Schlachten eher in Grenzen hielten. Vielmehr war das Tier, dessen Fell in den ersten Strahlen des hereinfallenden Sonnenlichts rötlich braun glänzte, sein treuster Weggefährte. Ein Geheimniswahrer und trostspendende Präsenz in dunklen Stunden. Schon von weitem meinte der Fraser das Schnauben und Prusten seines Tieres aus der Menge der anderen Pferde heraushören zu können. Wahrscheinlich war es pure Einbildung, aber es erfüllte Rowan dennoch mit einer gewissen Vorfreude. Das war auch der Grund, weshalb er seinen gewohnt eintönigen Haferschleim wie immer in Rekordzeit hinuntergeschlungen und damit dann auch schon den Speiseraum der Kaserne verlassen hatte. Viele seiner Kameraden – einige darunter kannte er bereits viele Jahre – hatten seiner Einschätzung nach ohnehin mehr Schlaf in den Augen als Haare auf dem Kopf gezeigt, weshalb er es tunlichst vermieden hatte, eine Unterhaltung zu beginnen. Wer mochte denn auch bitte schon gleich nach dem Aufwachen mit einer Flut aus Worten belagert werden? Er selbst ganz bestimmt nicht, schließlich suchte er sich, wenn er denn schon einmal in Begleitung war, einen der abgelegensten Sitzplätze, um selbst in Ruhe wach zu werden. Abends war das eine andere Geschichte, da konnte man ihn an Geselligkeit oft kaum übertreffen. Aber ein müder Fraser war nunmal ein grummeliger Fraser. Und ein grummeliger Fraser warf gern mit Dingen nach Menschen, die es nicht schafften, schnell genug wegzulaufen.

In einer Hand einen rotbackigen Apfel jonglierend näherte sich der Braunhaarige der Box seines Tieres, ehe er abrupt stehen blieb, als sein Blick um die Ecke und damit auf eine zierliche Person fiel, die einem der Pferde gerade zart über den Nasenrücken strich. Leicht neigte er den Kopf, um die junge Frau genauer zu betrachten. So lange, bis er sich wirklich sicher war, wer da in weniger Entfernung vor ihm stand. Rowan hielt mit dem Spiel des Apfels in seiner Hand inne, ein leises Lächeln auf den Lippen, als er sich daran erinnerte wie genau diese Finger, die jetzt so vertraut und sanft mit dem Pferd umgingen, einst durch sein eigenes, halblanges Haar gestrichen waren. Fast schon kam es ihm vor als wäre dies zu einer anderen Zeit, an einem anderen Ort gewesen. “Maebh.“ Nur ein Wort. Keine Frage, sondern eine Feststellung mit ruhiger Stimme und sanfter Mine, getragen von gemeinsamen, gestohlenen Momenten in der Vergangenheit. Ein Echo, das nachhallte und einst leere Räume mit Wärme und Vertrauen gefüllt hatte. “Ich hatte nicht erwartet dich hier zu treffen. Aber du siehst aus, als wärst du genau da, wo du hingehörst, da wo du sein wolltest.“
[Bild: Rowan-Sig.png]
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where the hay remembers - von Rowan Fraser - 12-08-2025, 22:16
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