02-09-2025, 15:17 - Wörter:
Rowan wusste nicht genau, welche Reaktion er eigentlich erwartet hatte. Höfliche Zurückhaltung? Eine Art aufgesetzter Distanz, die ihre gemeinsame Vergangenheit verleugnete? Der Söldner hätte beides akzeptiert, wusste er doch, dass die Karten seit der gemeinsamen Zeit neu gemischt worden waren und das Blatt sich damit gewendet hatte. Maebh war die Frau seines Onkels, war es auch damals schon gewesen, auch wenn die Umstände zu dieser Zeit noch andere gewesen waren. Doch jetzt war er bereit das zu akzeptieren. Das, was er damals für sie empfunden hatte, lebte noch als Nachhall in seinem Herzen, war eine Erinnerung, die er sein Leben lang in Ehren halten würde. Gerade auch deswegen überraschte ihn die herzliche Reaktion der Hausherrin, traf ihn beinahe unvorbereitet, auch wenn er bereits nach wenigen Wimpernschlägen die Umarmung erwiderte und die Kraft seiner Arme die Dunkelhaarige dabei für einen Moment leicht über dem staubigen Stallboden schweben ließ. Vorsichtig, so als wäre sie wertvolles Porzellan, ließ er Maebh schließlich wieder auf ihre Sohlen hinab. Dass die Frau alles andere war als zerbrechlich war, war dem Fraser durchaus bewusst. Dennoch, für ihn war sie etwas Wertvolles, ein Mensch, der eine deutliche Kerbe in das Holz seines Lebensbaumes geschlagen hatte und wertvolle Dinge behandelte er immer mit Bedacht, auch wenn er den Wert an sich wohl anders bemaß als so mancher seiner Kameraden oder gar seine Familie. So konnte zum Beispiel nichts und niemand eine sternklare Nacht auf einer ruhigen Waldlichtung in Gold oder gar Edelsteinen aufwiegen, deren Stille nur durch das leise Schnauben seines Pferdes und dem Rauschen des Windes in den Blätterdächern durchbrochen wurde. Ja, Rowan hatte bereits sehr früh gelernt, dass seine Freiheit unbezahlbar war und dass er sie um nichts missen wollte.
Ein beinahe bubenhaftes Lächeln legte sich auf die Lippen des Braunhaarigen als er die Worte Maebhs vernahm und dabei den Kopf leicht schief legte, den Apfel noch immer in der Hand. “Es tut auch gut dich zu sehen, Maebh.“ Aus seiner Stimme klang Aufrichtigkeit, war er doch an sich kein Mann der schlangenhaft schmeichelnden Worte, um sich die Gunst anderer zu erschmeicheln. Aus dem Augenwinkel nahm er den Versuch des Pferdes wahr, den Apfel näher zu beäugen, was Rowan mit funkelndem Schalk in seinen Augen quittierte und ihn prompt dazu veranlasste, die rote Frucht in zwei Hälften zu reißen. “Ich hätte allerdings nicht gedacht, dass ich deinen Freund hier vor dem Verhungern retten muss.“ Lachfältchen zeichneten sich um seine braunen Augen herum ab, als er grinste und die eine Hälfte des Apfels um Maebh herum ihrem Pferd zu reichen. Dann wandte er sich jedoch wieder voll und ganz der Dunkelhaarigen zu. “Vergiss vor lauter Fragen nicht zu atmen bitte.“ Entspannt lehnte er sich gegen einen der Holzbalken, die die Boxen untereinander abtrennten, wobei sein Blick aber wachsam blieb. “Mir geht es gut, ich bleibe allerdings nur ein paar Tage, da ich auf der Durchreise bin.“ Beiläufig wischte er sich die nun vom Pferdeatmen und Apfelsaft benetzte Hand an seiner Hose ab, ehe er sie auf die Absperrung der Box legte. “Du hast doch sicher von der Drachenjagd gehört, nicht wahr?“ Fragend legte er den Kopf schief. Das Gesuch hatte sich bestimmt schon in der gesamten Region herumgesprochen, weshalb es ihn überrascht hätte, wenn es nicht auch bis an Maebhs Ohren gedrungen wäre. “Du siehst gut aus…“ Sein Blick wurde nun weicher und er legte den Kopf leicht schief, musterte sie. “Wie ist es dir ergangen?“
Ein beinahe bubenhaftes Lächeln legte sich auf die Lippen des Braunhaarigen als er die Worte Maebhs vernahm und dabei den Kopf leicht schief legte, den Apfel noch immer in der Hand. “Es tut auch gut dich zu sehen, Maebh.“ Aus seiner Stimme klang Aufrichtigkeit, war er doch an sich kein Mann der schlangenhaft schmeichelnden Worte, um sich die Gunst anderer zu erschmeicheln. Aus dem Augenwinkel nahm er den Versuch des Pferdes wahr, den Apfel näher zu beäugen, was Rowan mit funkelndem Schalk in seinen Augen quittierte und ihn prompt dazu veranlasste, die rote Frucht in zwei Hälften zu reißen. “Ich hätte allerdings nicht gedacht, dass ich deinen Freund hier vor dem Verhungern retten muss.“ Lachfältchen zeichneten sich um seine braunen Augen herum ab, als er grinste und die eine Hälfte des Apfels um Maebh herum ihrem Pferd zu reichen. Dann wandte er sich jedoch wieder voll und ganz der Dunkelhaarigen zu. “Vergiss vor lauter Fragen nicht zu atmen bitte.“ Entspannt lehnte er sich gegen einen der Holzbalken, die die Boxen untereinander abtrennten, wobei sein Blick aber wachsam blieb. “Mir geht es gut, ich bleibe allerdings nur ein paar Tage, da ich auf der Durchreise bin.“ Beiläufig wischte er sich die nun vom Pferdeatmen und Apfelsaft benetzte Hand an seiner Hose ab, ehe er sie auf die Absperrung der Box legte. “Du hast doch sicher von der Drachenjagd gehört, nicht wahr?“ Fragend legte er den Kopf schief. Das Gesuch hatte sich bestimmt schon in der gesamten Region herumgesprochen, weshalb es ihn überrascht hätte, wenn es nicht auch bis an Maebhs Ohren gedrungen wäre. “Du siehst gut aus…“ Sein Blick wurde nun weicher und er legte den Kopf leicht schief, musterte sie. “Wie ist es dir ergangen?“
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