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where the hay remembers
10.10.1016 - 06:00
Stallungen der Festung

Heimatlose
Rowan Fraser
Heimatlose
Alter 31
Beruf Söldner
Wohnort Heimatlos
Stand Ledig
User Mim
#5
Die ganze Situation fühlte sich für Rowan an wie eine Farce und er selbst empfand sich darin als Hofnarr. Diese gezwungene Distanz lag ihm nicht, vor allem wenn es sich um eine Person handelte, die ihm einmal so nah gewesen war. Und hatte Maebh sich nicht schon immer in ihrer Art von all den Höflingen unterschieden, die gefühlt einen Stock im Allerwertesten trugen? Der Söldner schüttelte den Kopf und sein Lächeln wurde etwas breiter, als seine Gegenüber von der schrecklichen Vernachlässigung ihres Vierbeiners sprach. “Vier Minuten können furchtbar lang sein, meine Liebe.“ Er nickte bedächtig, ehe sich einer seiner Mundwinkel etwas höher hob als der andere. „Vor allem, wenn man auf der falschen Seite der Latrinentür steht.“ Das bübische Grinsen auf seinen Lippen verbreiterte sich, ehe er leicht den Kopf schüttelte, nach einer von Maebhs langen, dunklen Haarsträhnen griff und sanft daran zupfte. “Darf ich ehrlich sein? Ich hab’s nicht so mit den höfischen Gepflogenheiten. Und gerade komm‘ ich mir vor, als würd ich dir ein Schmierentheater vorspielen.“ Er seufzte. “Was hältst du also davon, wenn wir einfach so tun als wärst du nicht…“ Seine Stirn runzelte sich für einen Augenblick, als er nachdachte. “… meine Stieftante?“ Rowan verzog den Mund. Das hörte sich gerade ganz und gar falsch an, auch wenn es der Realität entsprach. Ein Grund mehr warum er sich in Gegenwart seines Onkel und Maebh lieber zusammenreißen sollte und den nötigen Respekt an den Tag legen. Nicht etwa, dass er die Dunkelhaarige jetzt respektlos behandelte. Nein, auf die Idee wäre er niemals gekommen, so gar keiner Frau gegenüber. Aber hier im Schutz und in der Einsamkeit der Stallungen, wo nur das Schnauben der Tiere und der leise Duft von Heu und frischen Pferdeäpfeln sie umgab, war es ungezwungener. Leichter.

Ihre Enttäuschung gab seiner Freude einen kleinen Dämpfer, ließ ihn die soeben gefasste Haarpracht leicht über ihre Schulter streichen, ehe er seine Hand wieder an den Hals ihres Pferdes legte. “Ich hätte auch gerne mehr Zeit hier verbracht.“ Das leise mit dir schluckte er hinunter, denn es war in keiner Weise angebracht. Es gehörte in eine andere Zeit, die sie miteinander geteilt hatten und die er für ewig in seinem Inneren als Erinnerung verkorkt mit sich tragen würde. Ab und an würde er diesen Korken aufmachen, in dem, was damals war, schwelgen und vielleicht einen Tropfen Wehmut verspüren. Der Fraser war allerdings niemand, der ob verpasster Chancen oder dem Schicksal einen Groll hegte. Wer auch immer die Fäden ihres Daseins lenkte, hatte sich sicher etwas dabei gedacht – so hoffte Rowan zumindest, auch wenn er doch der Meinung war, zu einem Großteil seines eigen Glückes Schmied zu sein. Ein Glück, das er eben jetzt auf der Drachenjagd versuchen wollte. “Nur, wann bekommt man sonst schon einmal die Chance, ein so seltsames Wesen zu suchen? Alleine die Reise ist die Sache schon wert denke ich. Du weißt ja, dass ich an keinem Ort so sehr zu Hause bin wie auf der Straße und unter freiem Himmel.“ Ein etwas wehmütiger Ausdruck schlich sich in sein Gesicht, denn diese Tatsache beruhte nicht nur auf seinem innerlichen Entdeckerdrang, sondern auch darauf, dass sein Vater in ihm immer mehr „Notfallplan“ des Hauses gesehen hatte, anstatt einen wirklichen Sohn.
Hinsichtlich des Näherkommens zwischen Maebh und seinem Onkel schluckte Rowan kurz, aber nickte dann. “Es ist gut wenn ihr einen Weg zueinander findet. Ihr verdient es beide glücklich zu sein mit dem, was ihr euch arrangiert habt.“ Sein Blick streifte für einen Moment zur Stalldecke, fing dann aber wieder den der Dunkelhaarigen ein und seine Stimmung hellte sich auf, als sie von Aedán zu berichten begann. “Wenn das so ist kann ich ihm ja bald seine erste Lektion auf dem Pferd erteilen!“ Er lachte brummend und erinnerte sich dabei an das kleine Holzschwert, das er zu seinem vierten Geburtstag geschenkt bekommen hatte und das lange Jahre sein höchster Schatz gewesen war. “Scheint als müsste ich öfters vorbei kommen, damit sein Schwertarm später nicht verkümmert.“ Er zwinkerte Maebh zu und musterte sie dann. “Wie ich gehört habe gibt es ohnehin bald etwas zu feiern?“ Der Kopf des Söldners legte sich schief, denn natürlich hatte Cathal ihm von der bevorstehenden Vermählung erzählt.
[Bild: Rowan-Sig.png]
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where the hay remembers - von Rowan Fraser - 12-08-2025, 22:16
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