10-11-2025, 00:13 - Wörter:
Die junge Frau, dessen Namen er ja noch nicht einmal kannte, hatte eine Schärfe in ihrem Blick - etwas, was man dem weichen Blick Nadirs wohl eher nicht zusprechen würde. Diese Schärfe entfloh - wie so oft - mit dem richtigen Angebot. Und darin waren sie sich einig, wie 'Wein, Leib und Weib' am Ende des Tages doch gemeint sein mochte, wäre es wohl unhöflich zu sagen, dass das quasi ein Angebot war. Doch Aurelia verlor die Ernsthaftigkeit in diesem Moment und gewann ein gewisses Etwas an Euphorie.
Die Intention des heutigen Abends schwebte so sehr über ihnen, wie sie es auch nicht taten. In den Straßen von Matariyya musste man wohl nicht allzu groß deuten, warum ein - zugegeben etwas älterer - Herr eine junge und attraktive Frau ansprach. Womöglich war das auch hier nicht anders, aber: Hier hatte der Prinz keinen Ruf; gerade war er nur ein Mann, der über Perlen sprach und sich auf einen Plausch einließ und dabei nichts dagegen hatte, diese Gespräche an anderen Orten fortzusetzen.
Was nicht zu leugnen war, dass ihr Gespräch etwas mit beiden tat. Es war ein Spielen, ein Necken - mal direkt, mal indirekt. Manchmal bildete er sich ein, Schwäche in den Augen der Frau zu sehen.
Wahrscheinlich verriet er gerade mehr über sich, als er wollte. Subtil genug, um Aurelia in einigen Tagen wach werden zu lassen und sich zu fragen, wer denn wirklich sein eigenes Land verteidigte. Klar, Patriotismus fand man in allen Schichten, aber glaubte, dass er ihr quasi - indirekt - deutlich machte, mti welchem Wasser er so gebadet wird. Und so stoppte er sich, überlegte und wollte die politische Diskussion abwenden.
"Wundbar, das ist wohl eine Sprache, die wir gemeinsam sprechen!"
, bestätigte er ihr Angebot und wusste letztlich immer noch nicht arg viel - bis auf die Tatsache, dass er heute um einige Perlen reicher werden würde. Aber es gefiel ihm: Sie war wohl alles andere als ein zart besaitetes Mädchen - sie kannte die gemeine Sprache gut und insofern stellte er sich vor, dass die gemeinsamen Verhandlungen ebenfalls ... zum Glück führten!Die Intention des heutigen Abends schwebte so sehr über ihnen, wie sie es auch nicht taten. In den Straßen von Matariyya musste man wohl nicht allzu groß deuten, warum ein - zugegeben etwas älterer - Herr eine junge und attraktive Frau ansprach. Womöglich war das auch hier nicht anders, aber: Hier hatte der Prinz keinen Ruf; gerade war er nur ein Mann, der über Perlen sprach und sich auf einen Plausch einließ und dabei nichts dagegen hatte, diese Gespräche an anderen Orten fortzusetzen.
"Oh, Silber. Ist notiert."
So wie sie es tat - Erwartungen streuen - tat auch er es. Nadir wäre wohl durchaus der letzte, der daran geizen würde, ihr Silber zu schenken, aber er war lange genug im Geschäft des Umgarnens, dass wertvolle Geschenke unangenehm rüberkommen konnten, quasi ein Kauf oder Tausch von etwas, was selten das richtige Signal war. "Die Perlen möchte ich danach aber sehen."
, sagte er und fügte - des Verständnisses wegen - hinzu: "Die Perlensammlung, mh?"
Er lächelte sanft.Was nicht zu leugnen war, dass ihr Gespräch etwas mit beiden tat. Es war ein Spielen, ein Necken - mal direkt, mal indirekt. Manchmal bildete er sich ein, Schwäche in den Augen der Frau zu sehen.
"Nun, Ihr habt Perlen und habt mir sie angeboten ...", sagte Nadir nachdenklich. "... und ich überlege sie abzukaufen. Zunächst macht uns das zu Händlerin und Kunde."
Weiter bohrte er nicht nach - bewusst nicht. Das Rätsel sollte, konnte und wollte geknackt werden, aber es war wohl alles ein wenig verzwickter und komplizierter, um es nun - hier und jetzt - herauszufinden.Wahrscheinlich verriet er gerade mehr über sich, als er wollte. Subtil genug, um Aurelia in einigen Tagen wach werden zu lassen und sich zu fragen, wer denn wirklich sein eigenes Land verteidigte. Klar, Patriotismus fand man in allen Schichten, aber glaubte, dass er ihr quasi - indirekt - deutlich machte, mti welchem Wasser er so gebadet wird. Und so stoppte er sich, überlegte und wollte die politische Diskussion abwenden.
"Nun, was meint Ihr, wofür ich Perlen brauche?"
, witzelte er nun fast schon etwas sarkastisch. "Sonst erscheine ich bei meinem nächsten Besuch mit noch weniger Stoff an meinem Körper hier in der Hauptstadt."
Er folgte ihr, ließ sich führen und genoss es. Sie kannten einander nicht und doch warfen sie quasi ständig Brotkrümel herum, die der andere schnell aufpickte. Das Rauschen des Meer wurde leiser, der Lärm der Stadt - den er manchmal dirchaus genoss - wurde lauter. "Nun, Ihr führt mich gerade durch die Stadt, bereit, Geschäfte mit mir zu machen und eine Taverne aufzusuchen. Das ist mehr Gastfreundlichkeit als erwartet!"
Auch das hatte eine gewisse Ironie in sich, irgendwo aber auch nicht. "Und Euer Urteil? Passe ich Eurer Meinung nach nach Matariyya?"
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