13-11-2025, 19:06 - Wörter:
Wenn man nach Tariqs Auffassung ging, so war das inhaftieren einer Person nur dann sinnvoll, wenn man damit auch etwas bezwecken wollte. Wenn man etwas verhindern wollte. Aber im Grunde war Yasirah in ihrem Gefängnis völlig verschwendet, wenn man ihn fragte.
Sie wäre doch ein viel besseres Werkzeug gewesen, an den richtigen Stellen platziert hätte sie eine gute Ablenkung abgegeben aber stattdessen versauerte sie hier unten im Halbdunkel ihrer Zelle und vegetierte vor sich hin.
Tariq hätte sie als trauernde Witwe auftreten und vor ihr Volk treten lassen. Sie hätte sich, wenn man ihn fragte, rechtfertigen müssen. Ihr Name hätte in aller Munde sein sollen. Als Mahnmal für alles, was in ihrer Gesellschaft falsch lief.
Arrest, Gefangenschaft… das brachte nur etwas, wenn die Person, der es zuteilwurde, auch eine tiefere Lehre daraus zog. Doch das war etwas, das sich bei Yasirah vermissen ließ.
Stattdessen war sie tief in ihre eigene Trauer gefallen, wenn er dem, was die Wachen erzählten, Glauben schenken durfte.
Heute hatte er entschieden, dass er sich selbst ein Bild von ihrem Zustand machen wollte. Das er mit ihr sprechen und in Erfahrung bringen wollte, wie es ihr ging. Wie sie sich fühlte. Im Dreck, dort, wo auch ihr Volk lebte.
Er hatte sich in die dunklen Gewänder gehüllt und die Schlangenmaske aufgezogen, die aufgrund ihrer Beschaffenheit nicht nur sein Gesicht vollständig verdeckte, sondern auch seine Stimme veränderte.
Begleitet von drei Frauen, die ihre Gesichter ebenfalls verhüllt hatten und sich mit geduckten Köpfen neben ihm bewegten, betrat er den Vorraum zu ihrem Gefängnis und musterte sie einen Moment lang ruhig.
Er ließ sich Zeit dabei und neigte leicht den Kopf, als er ihres langsamen Blinzelns gewahr wurde.
„Wascht sie“, befahl die hochgewachsene Gestalt mit dem Schlangenkopf und bedeutete den Wachen, die Zellentür zu öffnen.
Gerade bestand keinerlei Fluchtgefahr. Und selbst wenn, sie würde nicht weit kommen. Sie war jetzt schon abgemagert, ein Schatten ihrer selbst. Ihr Essen hatte sie einmal mehr kaum angerührt und Tariq konnte den Dreck trotz Maske riechen. Vermutlich fiel sie nicht um, weil sie gerade zu vor Schmutz erstarrt war.
Er beobachtete die drei Frauen, die in das Gefängnis der König eilten und sich daran machten, sie vorsichtig aufzurichten.
Tariq wusste nicht, womit er rechnete, während seine behandschuhten Finger nach den Überresten der Mahlzeit griffen und den Teller nach draußen reichten.
„Bringt etwas Frisches“, befahl er den Wachen. „Etwas, das leicht bekömmlich ist. Sie bringt uns nichts, wenn sie stirbt.“
Erst dann wandte er sich wieder um und blieb in der Tür stehen, die Hände hinter dem Rücken verschränkt, während er beobachtete, wie die drei Mädchen die Königin aus ihren Kleidern schälten.
Ihre Vorzüge waren ihm ohnehin völlig gleich. Frauen interessierten ihn nicht und gegenwärtig erfreute sich Yasirah ohnehin keiner besonderen Schönheit, sofern sie das überhaupt jemals getan hatte.
Sie wäre doch ein viel besseres Werkzeug gewesen, an den richtigen Stellen platziert hätte sie eine gute Ablenkung abgegeben aber stattdessen versauerte sie hier unten im Halbdunkel ihrer Zelle und vegetierte vor sich hin.
Tariq hätte sie als trauernde Witwe auftreten und vor ihr Volk treten lassen. Sie hätte sich, wenn man ihn fragte, rechtfertigen müssen. Ihr Name hätte in aller Munde sein sollen. Als Mahnmal für alles, was in ihrer Gesellschaft falsch lief.
Arrest, Gefangenschaft… das brachte nur etwas, wenn die Person, der es zuteilwurde, auch eine tiefere Lehre daraus zog. Doch das war etwas, das sich bei Yasirah vermissen ließ.
Stattdessen war sie tief in ihre eigene Trauer gefallen, wenn er dem, was die Wachen erzählten, Glauben schenken durfte.
Heute hatte er entschieden, dass er sich selbst ein Bild von ihrem Zustand machen wollte. Das er mit ihr sprechen und in Erfahrung bringen wollte, wie es ihr ging. Wie sie sich fühlte. Im Dreck, dort, wo auch ihr Volk lebte.
Er hatte sich in die dunklen Gewänder gehüllt und die Schlangenmaske aufgezogen, die aufgrund ihrer Beschaffenheit nicht nur sein Gesicht vollständig verdeckte, sondern auch seine Stimme veränderte.
Begleitet von drei Frauen, die ihre Gesichter ebenfalls verhüllt hatten und sich mit geduckten Köpfen neben ihm bewegten, betrat er den Vorraum zu ihrem Gefängnis und musterte sie einen Moment lang ruhig.
Er ließ sich Zeit dabei und neigte leicht den Kopf, als er ihres langsamen Blinzelns gewahr wurde.
„Wascht sie“, befahl die hochgewachsene Gestalt mit dem Schlangenkopf und bedeutete den Wachen, die Zellentür zu öffnen.
Gerade bestand keinerlei Fluchtgefahr. Und selbst wenn, sie würde nicht weit kommen. Sie war jetzt schon abgemagert, ein Schatten ihrer selbst. Ihr Essen hatte sie einmal mehr kaum angerührt und Tariq konnte den Dreck trotz Maske riechen. Vermutlich fiel sie nicht um, weil sie gerade zu vor Schmutz erstarrt war.
Er beobachtete die drei Frauen, die in das Gefängnis der König eilten und sich daran machten, sie vorsichtig aufzurichten.
Tariq wusste nicht, womit er rechnete, während seine behandschuhten Finger nach den Überresten der Mahlzeit griffen und den Teller nach draußen reichten.
„Bringt etwas Frisches“, befahl er den Wachen. „Etwas, das leicht bekömmlich ist. Sie bringt uns nichts, wenn sie stirbt.“
Erst dann wandte er sich wieder um und blieb in der Tür stehen, die Hände hinter dem Rücken verschränkt, während er beobachtete, wie die drei Mädchen die Königin aus ihren Kleidern schälten.
Ihre Vorzüge waren ihm ohnehin völlig gleich. Frauen interessierten ihn nicht und gegenwärtig erfreute sich Yasirah ohnehin keiner besonderen Schönheit, sofern sie das überhaupt jemals getan hatte.
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