26-11-2025, 23:42 - Wörter:
Nein. Das war ja zauberhaft. Sie leistete Gegenwehr. Zumindest versuchte sie es und damit erheiterte sie den Mann unter der Maske doch sehr, wenngleich mehr als ein kurzes Beben der Schultern nicht darauf hindeutete, was gerade in seinem Gesicht passierte. Genauso gut konnte es sein, dass er ob des doch recht scharfen Gestankes hier unten eine Gänsehaut hatte unterdrücken müssen.
Tatsächlich war die Maske und das fein parfümierte Tuch vor seinem Gesicht ausgesprochen praktisch. Die Minze und die schweren Öle verdrängten den Geruch weitestgehend und er konnte sich so sicher noch ein paar Minuten aufhalten.
Die Mädchen, die er mitgebracht hatten, machten ihre Arbeit anständig und gründlich und sie ließen wirklich keine Stelle am Körper der Königin aus. Immerhin war es wichtig, dass sie sich rein hielt, nicht wahr?
Tariq legte den Kopf ein wenig zur Seite und musterte sie von oben bis unten mit einem schmalen Lächeln, dass sie nicht zu Gesicht bekam. Aber sicher kannte.
Immerhin waren sie einander nicht fremd. Ein Grund mehr für ihn, die Maske zu tragen.
Nicht zuletzt um zu vermeiden, dass sie ihn erkannte. Ihn verriet, sollte sie es – wider Erwarten – doch irgendwie aus diesem Loch herausschaffen, in das sie sich selbst so erfolgreich hineinkatapultiert hatte.
Tariq nickte knapp, als eines der Mädchen sich fragend zu ihm umwandte.
„Zieht sie wieder an. Und dann will ich, dass Sie isst.“
„Werdet Ihr bei ihr bleiben, Herr?“, ertönte eine sanfte, fast noch sehr junge Stimme.
„Ich bleibe. Jetzt tut, was ich gesagt habe“, befahl er mit einem Handwink und nahm schließlich auf einem herbeigebrachten Schemel Platz, während die verschleierten Frauen – oder Mädchen – die Königin in frische Kleidung zwangen.
Sie war zweckmäßig und sicher nicht besonders bequem. Aber sie war nun sauber und trug frische Sachen, damit bekam sie schon mehr, als die meisten Menschen in ihrem Land bekamen.
„Ich bin beeindruckt“, stellte er schließlich fest und schob ihr den Teller zu, „dass du nicht einmal ein paar Tage in der Hölle durchhältst, in der deine Untertanen täglich vegetieren müssen. Du gibst ein regelrecht erbärmliches Bild ab für eine Königin, Yasirah. Wenn es nach mir ginge“, er schob ihr Messer und Gabel rüber, damit sie essen konnte, „würdest du dich vor deinem Volk für alle deine Gräueltaten verantworten müssen. Und für den Mord, den du zu verantworten hast."
Angst vor einem Angriff hatte er nicht. Selbst, wenn sie in Höchstform gewesen wäre, wäre er sicher gewesen. Und sie tot, bevor sie ihn erreichte.
Obwohl. Davon hätte er abgesehen.
Qualvoller schien für sie das Leben.
Und all das wäre absolut unnötig gewesen, hätte sie sich einer Königin als würdig erwiesen und dafür gesorgt, das es ihrem Volk gut ging. Das Blut des Königs klebte, wenn man Tariq fragte, nicht nur sinnbildlich an ihren Händen. Sie hätte etwas tun müssen.
„Wie ist es so? Wenn man keine Perspektive hat? Nicht im Reichtum schwelgt? Lernst du etwas von deinem Aufenthalt hier bei uns?“
Er gab dem Teller einen Schubs.
„Iss, Yasirah. Du wünschst dir nicht, dass ich dafür sorge, dass etwas in deinem Magen landet. Du wirst lieber freiwillig essen und trinken. Glaub mir.“
Ansonsten konnten sie es auch mit einem Schlauch versuchen. Damit sie sich erinnerte, wie man schluckte und damit der Magen nicht verkümmerte.
Sie brachte ihnen noch weniger, wenn sie hier unten den Hungertod starb.
Tatsächlich war die Maske und das fein parfümierte Tuch vor seinem Gesicht ausgesprochen praktisch. Die Minze und die schweren Öle verdrängten den Geruch weitestgehend und er konnte sich so sicher noch ein paar Minuten aufhalten.
Die Mädchen, die er mitgebracht hatten, machten ihre Arbeit anständig und gründlich und sie ließen wirklich keine Stelle am Körper der Königin aus. Immerhin war es wichtig, dass sie sich rein hielt, nicht wahr?
Tariq legte den Kopf ein wenig zur Seite und musterte sie von oben bis unten mit einem schmalen Lächeln, dass sie nicht zu Gesicht bekam. Aber sicher kannte.
Immerhin waren sie einander nicht fremd. Ein Grund mehr für ihn, die Maske zu tragen.
Nicht zuletzt um zu vermeiden, dass sie ihn erkannte. Ihn verriet, sollte sie es – wider Erwarten – doch irgendwie aus diesem Loch herausschaffen, in das sie sich selbst so erfolgreich hineinkatapultiert hatte.
Tariq nickte knapp, als eines der Mädchen sich fragend zu ihm umwandte.
„Zieht sie wieder an. Und dann will ich, dass Sie isst.“
„Werdet Ihr bei ihr bleiben, Herr?“, ertönte eine sanfte, fast noch sehr junge Stimme.
„Ich bleibe. Jetzt tut, was ich gesagt habe“, befahl er mit einem Handwink und nahm schließlich auf einem herbeigebrachten Schemel Platz, während die verschleierten Frauen – oder Mädchen – die Königin in frische Kleidung zwangen.
Sie war zweckmäßig und sicher nicht besonders bequem. Aber sie war nun sauber und trug frische Sachen, damit bekam sie schon mehr, als die meisten Menschen in ihrem Land bekamen.
„Ich bin beeindruckt“, stellte er schließlich fest und schob ihr den Teller zu, „dass du nicht einmal ein paar Tage in der Hölle durchhältst, in der deine Untertanen täglich vegetieren müssen. Du gibst ein regelrecht erbärmliches Bild ab für eine Königin, Yasirah. Wenn es nach mir ginge“, er schob ihr Messer und Gabel rüber, damit sie essen konnte, „würdest du dich vor deinem Volk für alle deine Gräueltaten verantworten müssen. Und für den Mord, den du zu verantworten hast."
Angst vor einem Angriff hatte er nicht. Selbst, wenn sie in Höchstform gewesen wäre, wäre er sicher gewesen. Und sie tot, bevor sie ihn erreichte.
Obwohl. Davon hätte er abgesehen.
Qualvoller schien für sie das Leben.
Und all das wäre absolut unnötig gewesen, hätte sie sich einer Königin als würdig erwiesen und dafür gesorgt, das es ihrem Volk gut ging. Das Blut des Königs klebte, wenn man Tariq fragte, nicht nur sinnbildlich an ihren Händen. Sie hätte etwas tun müssen.
„Wie ist es so? Wenn man keine Perspektive hat? Nicht im Reichtum schwelgt? Lernst du etwas von deinem Aufenthalt hier bei uns?“
Er gab dem Teller einen Schubs.
„Iss, Yasirah. Du wünschst dir nicht, dass ich dafür sorge, dass etwas in deinem Magen landet. Du wirst lieber freiwillig essen und trinken. Glaub mir.“
Ansonsten konnten sie es auch mit einem Schlauch versuchen. Damit sie sich erinnerte, wie man schluckte und damit der Magen nicht verkümmerte.
Sie brachte ihnen noch weniger, wenn sie hier unten den Hungertod starb.
![[Bild: Ben_Barnes_Sirius_Signatur.png]](https://xn--dstergeschichten-jzb.de/eigenes/Ben_Barnes_Sirius_Signatur.png)
