02-12-2025, 19:48 - Wörter:
Nadirs nicht kleiner Erfolg bei Frauen war wohl auch dem geschuldet, dass er sich seiner dennoch nie vollends sicher war. Nein, er ging nicht in das Gespräch und war sich sicher, dass er die Dame mit Leichtigkeit um den Finger wickeln konnte. Er war sich vollends sicher und bewusst, dass er auch ... "scheitern" konnte. Dennoch blieb am Ende ein Gespräch, das hier und da Nuancen von dem bot, was sein könnte - ganz unabhängig davon, wie es ausging. Zugleich hätte sie ihn wohl längst abgewürgt, wäre da nicht ein Interesse vorhanden. Ähnliches galt für ihn: Die beiden neckten sich zwar, aber sie fanden den anderen auch interessant - etwas, was durchaus von Vorteil war. Und den - wenngleich subtilen - Blicken zu urteilen, ging Nadir doch davon aus, dass sie immer mal wieder hinsah und ihn begutachtete, was er - ebenso subtil - nur zurück gab. Dass der Körper ihm zugleich gefiel, das war ihm und seinen Blicken wohl ebenfalls zu entnehmen. Und dass sie gerade nicht die gehorsame, anbiedernde Dame war, mit denen er als Prinz oft leben musste, bot ungeheure Neugier darüber, dass sie in vielen Belangen eine interessante Frau sein musste.
Insofern genoss er den kurzen Moment, in dem sie die - vergleichsweise - knappe Kleidung des Mannes begutachtete. Klar, sie war vollends angemessen und für das Volk hier doch zu freizügig. Zugleich sollte kein Mann oder Frau hier behaupten, dass das etwas schlechtes war. Sie zogen einander an, dass Freizügigkeit schlecht war - doch würde sich einer bei der Frau beschweren, wenn sie mehr oder zu viel trug? Wahrscheinlich nur jene neidischen Leute, die nicht in den Genuss kamen.
Es wäre wohl leichter, in ihren Kopf zu blicken, um bewusster auf das zu reagieren, was sie sagte. So oder so bot sie ihm auch immer wieder die ein oder andere Möglichkeit, anzuknüpfen. Dabei riskierte er zwar, aber das war es wert:
Er konnte nicht verneinen, dass dies ein imposanter Anblick war. Mataryya bot auch imposante Gebäude und Anblicke, sie waren aber anders. Für einen Moment stand nicht mehr die junge Frau in seinem Fokus, sondern die Gebäude und all die Gelehrten. Zugegeben: Er war nicht das erste Mal hier, aber er war doch stets fasziniert vom Anblick. Und: Er sollte zumindest seine Fassade aufrechterhalten, dass er nicht der Prinz war, der regelmäßig in die Stadt kam - sondern der Händler für ... ja, wofür eigentlich? Sein Blick wanderte zu ihr zurück - als sie die Sandalen anzog und ihm dabei der mittlerweile trockene Rock auffiel (- nun gut, womöglich fiel ihm dies durch subtile Blicke, in denen er hinter ihr war, bereits vorher auf).
Nadir kam nicht umhin, auf ihre Bemerkung breit zu lächeln.
Die Frage der Fragen stand im Raum. Die Dame, dessen Name er auch nicht kannte, wirkte zwar spöttisch und doch unfassbar interessiert - so interessiert, dass er nicht darauf antworten wollte - noch nicht. Vielmehr stellte er nach einem Moment des Nachdenkens ein Angebot in den Raum.
Es war wohl ein Wendepunkt erreicht, an dem Nadir und Aurelia quasi voreinander standen. Er war wohl der letzte Mann, der Frauen bedrängte - vielmehr folgte er einer nonverbalen Einladung und es galt jetzt zu entscheiden, wie weit sich diese Einladung noch zog.
Insofern genoss er den kurzen Moment, in dem sie die - vergleichsweise - knappe Kleidung des Mannes begutachtete. Klar, sie war vollends angemessen und für das Volk hier doch zu freizügig. Zugleich sollte kein Mann oder Frau hier behaupten, dass das etwas schlechtes war. Sie zogen einander an, dass Freizügigkeit schlecht war - doch würde sich einer bei der Frau beschweren, wenn sie mehr oder zu viel trug? Wahrscheinlich nur jene neidischen Leute, die nicht in den Genuss kamen.
"Perlen eignen sich nicht so gut als Kleidungsersatz, fürchte ich."
, entgegnete er mit einem verschmitzten Lächeln und kam nicht umhin, sich dies vorzustellen - für ihn und für sie.Es wäre wohl leichter, in ihren Kopf zu blicken, um bewusster auf das zu reagieren, was sie sagte. So oder so bot sie ihm auch immer wieder die ein oder andere Möglichkeit, anzuknüpfen. Dabei riskierte er zwar, aber das war es wert:
"Oh, ich fürchte, dass ich mit den Regeln hier nicht so vertraut bin. Und ich bin kein Glückspilz."
, entgegnete Nadir nachdenklich. "Womöglich wäre das für mich nur ein kurzes Spiel."
Den Rest überließ er ihrer Fantasie, die schmutziger war als zugegeben und sich doch stets selbst abbremste. "Ihr spielt nicht zufälligerweise gerne Karten?"
Vielleicht konnte er sie damit ja geschickt herausfordern.Er konnte nicht verneinen, dass dies ein imposanter Anblick war. Mataryya bot auch imposante Gebäude und Anblicke, sie waren aber anders. Für einen Moment stand nicht mehr die junge Frau in seinem Fokus, sondern die Gebäude und all die Gelehrten. Zugegeben: Er war nicht das erste Mal hier, aber er war doch stets fasziniert vom Anblick. Und: Er sollte zumindest seine Fassade aufrechterhalten, dass er nicht der Prinz war, der regelmäßig in die Stadt kam - sondern der Händler für ... ja, wofür eigentlich? Sein Blick wanderte zu ihr zurück - als sie die Sandalen anzog und ihm dabei der mittlerweile trockene Rock auffiel (- nun gut, womöglich fiel ihm dies durch subtile Blicke, in denen er hinter ihr war, bereits vorher auf).
Nadir kam nicht umhin, auf ihre Bemerkung breit zu lächeln.
"Ist das etwa ein Kompliment?"
, fragte er dabei humorvoll direkt, denn so klang es jedenfalls. Und ihn interessierte doch, wonach Matariyya roch. Lavendel? Minze? Gewürze? Auch sie roch wohltuend, was nicht zwangsläufig immer garantiert war. Die angenehme Duftnote flog ihm dabei stets entgegen, wie sie - verdeckt mit schnippischer und provokanter Art - vor ihm her spazierte. Die Frage der Fragen stand im Raum. Die Dame, dessen Name er auch nicht kannte, wirkte zwar spöttisch und doch unfassbar interessiert - so interessiert, dass er nicht darauf antworten wollte - noch nicht. Vielmehr stellte er nach einem Moment des Nachdenkens ein Angebot in den Raum.
"Hm. Ich hätte eine Vermutung. Wenn Ihr jedoch eine fundierte Antwort wollt, brauche ich noch etwas mehr Zeit."
Den Abend womöglich, im Idealfall die Nacht. Lustigerweise war die Liebeskunst kein unwichtiges Thema, wenn es um Herkünfte ging, so konnte er es aber wohl kaum formulieren.Es war wohl ein Wendepunkt erreicht, an dem Nadir und Aurelia quasi voreinander standen. Er war wohl der letzte Mann, der Frauen bedrängte - vielmehr folgte er einer nonverbalen Einladung und es galt jetzt zu entscheiden, wie weit sich diese Einladung noch zog.
"Oh, ausnahmsweise habe ich heute kein Ziel, also folge ich Euch auch bis nach Hause, wenn ihr mich dazu einlädt. Oder wo auch immer Ihr mich hinführt, ich bin ja quasi ein Fremder in der Stadt."
, sprach der Matariyyaner charmant und höflich. "Gewiss verabschiede ich mich aber auch höflich, wenn Ihr dies wünscht."
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