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The sky was fallin′ like a comet
10.10.1016 - 19:00
Speisesaal der Frasers | Festung auf Kenmara

Cathal & Muirín | 10.10.1016 ndV | abends
Herbstland
Cathal Fraser
Herbstland
Alter 25
Beruf Prinz von Kenmara
Wohnort Kenmara
Stand Verlobt
User Natsch
#12
Er spürte ihre Unsicherheit und verstand, dass sie diesem neuen, brüchigen Frieden, der von ihm ausging, noch nicht ganz traute. Als ihre Hand seinen Arm berührte, spannte sich für einen Moment jede Faser seiner Muskulatur. Berührungen waren für Cathal niemals banal gewesen. Sie trugen immer Gewicht, eine Art stilles Schwurband, und schon als Kind hatte er entschieden, mit wem er sie teilen wollte – und mit wem nicht.
Hier, in diesem Augenblick, wollte er es eigentlich nicht. Doch der Anstand, die Tradition, das Band, das sie in Zukunft verbinden sollte, gebot es ihm, sie zu führen. Langsam spürte er ihre Wärme, die zarte Beschaffenheit ihrer Hände, den zaghaften Druck, der von ihr ausging. Es war wie ein stilles Ritual: Hände, die tastend suchen, Fingerspitzen, die nach Zeichen von Vertrauen fragen.
Er hob behutsam seine andere Hand und legte sie über ihre, ein flüchtiger, aber gewichtiger Akt – seine Hände wurden zu seinen Augen, suchten, tasteten, schauten. Seine Finger glitten sanft über ihre, ehe sie wieder voneinander rutschten. Ein vages Lächeln zuckte über seine Lippen, leise, fast zeremoniell.
„Ihr habt sehr zarte Finger“
, murmelte er, die Stimme neutral, doch die kleinen Nuancen seines Tons verrieten ein kaum greifbares Amüsement, eine subtile Bewunderung, die nur für sie bestimmt war.

Ihre Entschuldigung besänftigte das temperamentvolle Wesen, das in seinem Inneren hauste, und das Lächeln, das sich nun auf seinen Lippen zeigte, trug eine Spur Wärme und Nachsicht – jene stille Größe, zu der der Fürstensohn fähig war.
„Ich gebe Euch all die Zeit unserer Ehe, um diesen ersten Eindruck wettzumachen. Ich hoffe, diese Chance bekomme ich auch“
, sprach er ruhig. Seine Finger glitten über den rauen Stein zu seiner Rechten, tasteten die Kanten, zählten die Schritte wie kleine, unsichtbare Markierungen auf einem vertrauten Pfad. Dann hob er Muiríns Hand leicht, führte sie, einen Schritt nach dem anderen, die Stufen hinab. Jede Bewegung war bedacht. Nur innerhalb dieser Mauern konnte er sich so sicher, so frei bewegen. Die Welt draußen war ungewiss, fremd, und die Tatsache, dass er sie niemals sehen würde, färbte seinen Verstand nicht mehr mit Bedauern, sondern mit stiller, unbeirrbarer Akzeptanz.

Vor der Tür blieb er einen Moment stehen. Die Finger seiner rechten Hand schlossen sich um den schweren Griff, tasteten jede Kontur, ehe er die Türe nach außen aufschob.
„Kenmara ist schön – auf seine Weise“
, fuhr er fort, während der Wind nach ihnen griff und die Türe hinter ihnen mit einem dumpfen Knarren ins Schloss fiel.
„Und zu meinem Bedauern habe ich es nie mit meinen Augen sehen können. Ebenso wenig wie die anderen Fürstentümer oder Länder“
, gestand der junge Mann.
Er holte tief Luft, ließ den Salzgeschmack auf seiner Zunge verweilen, den Wind wie einen kühlen Schleier über sein Gesicht streichen. Jede Empfindung, jedes Geräusch, jede Nuance der Luft formte für ihn ein Bild, das kein Auge je gesehen hatte, aber dennoch ebenso lebendig war.
„Wie ist es in Eurer Heimat? Wie sieht sie aus?“
, fragte er und trat weiter vor. Seine Sinne fingen die Welt um ihn herum auf: das leise Rascheln des hohen Schilfgrases an den Hängen, das Heulen des Windes, das zwischen die Kluften der Klippen pfiff, das sanfte Prickeln des Salzes, das vom Meer zu ihnen getragen wurde.
[Bild: Cathal_Signatur_01.png]
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RE: The sky was fallin′ like a comet - von Cathal Fraser - 11-01-2026, 17:42

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