01-02-2026, 20:33 - Wörter:
Natürlich erkannte der Prinz, dass alles, was er sagte, wirkte. Sie reagierte zwar mit allen Facetten - insbesondere mit Gereiztheit und verdrehten Augen - doch das war mehr Schein als Sein. Eigentlich zogen sie einander immer mal wieder aus - mit Worten und Bildern und Vorstellungen. Was für Nadir normal war, mochte für die Dame, die gewiss nicht so unschuldig war, wie sie tat, kontroverser sein. Doch die Fremdheit, die sie anfangs noch ablehnte, war etwas, das sie anzog - zumindest versuchte sie nicht all zu sehr, seinem Charme zu entkommen. Und so blieb wohl das Bild, die schöne Frau in Perlenketten gekleidet zu sehen - nur in Perlenketten.
Und doch durchzogen sich die Motive im gesamten Gespräch. Eben - und immer wieder - über Perlen gesprochen, sprachen sie nun über Kartenspiele und darüber, ihre Kleidung zu verlieren. Nadir lächelte sanft. Wie ehrlich er in all dem nun war, war ja eine Sache. Er konnte sich wohl kaum von dem Gedanken befreien, dass er sie gerne um ihre Kleider bringen würde.
Was wohl gewiss offensichtlich war, war, dass er seine Entscheidung längst fiel: Er wollte sie. Nadir konnte nicht sagen, ob sie das auch wollte - ihren Blicken und Worten nach zu urteilen ja, zugleich bemühte sie sich sehr darum, dass er das nicht das Gefühl bekommen wollte. Es wäre wohl hierzulande auch nicht die beste Geschichte, davon zu erzählen, dass man sich einem Fremden, den man am Strand traf, etwas zu sehr öffnete. Manche Begegnungen allerdings sollten wohl auch einfach schweigend genossen werden.
Ob Flucht oder Pflicht - das wusste er nicht. Jedenfalls erkundigte sie sich irgendwann, ob er denn etwas zu tun hätte - anfangs jedoch deutete er es als Versuch, mehr über ihn herausfinden zu wollen. Nadir könnte alles erzählen, doch er wollte vage bleiben, wollte ... mysteriös bleiben.
Dass sie jedoch sogleich deutlich machte, dass ihr gemeinsamer Spaziergang sich langsam dem Ende zuneigte, wirkte er fast enttäuscht - auf eine warme Art und Weise. Immerhin war das Gespräch anregend genug, dass er es gerne fortsetzte - auf welche unzählige Arten und Weisen auch immer, dafür war er offen. Nadir schaute sie einmal gänzlich musternd an. Er wartete darauf, dass sie sagte, dass er eben auf sie verzichten müsste - doch das zeigte wohl nur, dass er am Ende nicht ganz so viel vom einfachen Volk verstand, wie er gerne behauptete (oder zumindest hoffte, dass sie rebellisch genug war).
Und doch durchzogen sich die Motive im gesamten Gespräch. Eben - und immer wieder - über Perlen gesprochen, sprachen sie nun über Kartenspiele und darüber, ihre Kleidung zu verlieren. Nadir lächelte sanft. Wie ehrlich er in all dem nun war, war ja eine Sache. Er konnte sich wohl kaum von dem Gedanken befreien, dass er sie gerne um ihre Kleider bringen würde.
"Nun, dann müsst Ihr wohl viele Hoffnungen zerschlagen haben."
, witzelte er. Und doch zeigte sie offensichtlich, dass sie nichts dagegen hätte, ihn bei einem Kartenspiel zu entkleiden - er machte das ja bereits deutlich. "Nun, womöglich würde ich dann einmal sämtliche Götter anrufen, mir etwas Glück zu spenden ..."
, sagte Nadir und blieb herausfordernd. Ehrlicherweise hätte er nichts dagegen, nackt vor ihr zu stehen - genauso wenig aber, sie nackt vor sich zu haben. Wenn es klug genug lief, blieb am Ende bei beiden nur ein letztes Kleidungsstück.Was wohl gewiss offensichtlich war, war, dass er seine Entscheidung längst fiel: Er wollte sie. Nadir konnte nicht sagen, ob sie das auch wollte - ihren Blicken und Worten nach zu urteilen ja, zugleich bemühte sie sich sehr darum, dass er das nicht das Gefühl bekommen wollte. Es wäre wohl hierzulande auch nicht die beste Geschichte, davon zu erzählen, dass man sich einem Fremden, den man am Strand traf, etwas zu sehr öffnete. Manche Begegnungen allerdings sollten wohl auch einfach schweigend genossen werden.
Ob Flucht oder Pflicht - das wusste er nicht. Jedenfalls erkundigte sie sich irgendwann, ob er denn etwas zu tun hätte - anfangs jedoch deutete er es als Versuch, mehr über ihn herausfinden zu wollen. Nadir könnte alles erzählen, doch er wollte vage bleiben, wollte ... mysteriös bleiben.
"Nun, Beschäftigung finde ich gewiss. Doch welcher Termin konnte interessanter sein, als ein Gespräch mit einer schönen und klugen Frau?"
, fragte er charmant und meinte es so. Schönheit war das eine, doch sie bewies viel Scharfsinn - etwas, das man gelegentlich beim einfachen Volk unterschätzte und doch allzu häufig dort fand. Sie mussten immerhin überleben, während der Adel allzu oft alles serviert bekam - wortwörtlich. Er schätzte die Direktheit, die eine junge Frau wie sie lieferte.Dass sie jedoch sogleich deutlich machte, dass ihr gemeinsamer Spaziergang sich langsam dem Ende zuneigte, wirkte er fast enttäuscht - auf eine warme Art und Weise. Immerhin war das Gespräch anregend genug, dass er es gerne fortsetzte - auf welche unzählige Arten und Weisen auch immer, dafür war er offen. Nadir schaute sie einmal gänzlich musternd an. Er wartete darauf, dass sie sagte, dass er eben auf sie verzichten müsste - doch das zeigte wohl nur, dass er am Ende nicht ganz so viel vom einfachen Volk verstand, wie er gerne behauptete (oder zumindest hoffte, dass sie rebellisch genug war).
"Gewiss begleite ich die fleißige Schankmaid noch bis zum Hafen!"
, sprach er sofort bestätigend und machte sich auf - doch damit wollte er sie nicht entkommen lassen. "Ich würde eine junge Frau natürlich nie darum bitten, sich den Anweisungen Ihres Vaters zu widersetzen."
Ein kleines Lächeln kam auf die Lippen des Prinzen. "... außer, sie wünscht es ausdrücklich."
Charmant spazierte er neben ihr, machte sich klar, dass er geschätzt ebenso ihr Vater sein konnte und wusste, dass ihn dies von nichts abhielt. "Wahrscheinlich wäre es wohl auch zu auffällig, wenn ich nun bis zum Abend hin in Eurer Taverne auf die werte Schankmaid warte."
, erklärte er - und drehte sich dann zu ihr. "... doch es spricht wohl nichts dagegen, nach Eurem Feierabend bei Wein und einem Kartenspiel herauszufinden, wer der bessere Kartenspieler ist?"
Sicher war das ein riskantes Angebot - aber womöglich das sicherste.
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